17.04.2017

Alex Hütter tritt mit Ende der Saison zurück

Schweren Herzens tritt Interimsobmann Alex Hütter mit Ende der Saison, also am 27. Mai, zurück und scheidet auch aus dem Vorstand aus. Zum Abschluss wünscht er sich den Klassenerhalt und erklärt im Interview, warum er nach elf Jahren Tätigkeit im Vorstand aufhört.

Alex, warum ist mit Ende der Saison Deine Interimsobmannschaft vorbei?
Es war immer klar, dass ich lediglich ein Interimsobmann bin. Aus den geplanten wenigen Wochen sind viele Monate geworden. Ich bin seit der Wiedergründung, also nunmehr seit elf Jahren im Vorstand. Besonders die Krisenzeit ab Herbst 2015 war brutal intensiv. Mir geht schlicht und einfach die Kraft aus. Es wäre gegenüber diesem geilen Verein unfair, wenn an der Spitze einer steht, dem der Antrieb verloren gegangen ist. Genau jetzt braucht es eine Person, die mit voller Energie, mit vollem Elan den eingeschlagenen Sanierungskurs weiterfährt.
 
Hat Dein Rücktritt etwas mit dem Rücktritt von Didi Emich bzw. der aktuellen sportlichen Situation zu tun?
In keiner Weise. Ich habe den Entschluss bereits in der letzten Märzwoche gefasst. Da habe ich in Ruhe über mein Leben nachgedacht und gemerkt, ich muss was ändern. Es ist eine rein persönliche Entscheidung, die ich auch dem Vorstand schon am 3. April mitgeteilt habe.
 
Wie schaut Deine Bilanz als Interimsobmann aus?
Im Sommer standen wir ja zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel und zwei Wochen vor Ende der Transferzeit noch ohne Mannschaft da. Es ist gelungen, ein halbwegs kostengünstiges und schlagkräftiges Team zusammenzustellen, auch wenn wir aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen. Wir haben aber die Qualität uns da noch rauszukämpfen. Ich glaube wir haben mit der Entscheidung für Attila Piskin eine gute getroffen. Alles andere müssen andere beurteilen.
 
Welche Herausforderungen warten auf die Austria in den nächsten Monaten?
Sportlich gesehen muss der Klassenerhalt geschafft werden und eine Mannschaft für die kommende Saison zusammengestellt werden. Wirtschaftlich bleibt es nach wie vor ein Kampf. Aber die Austria-Familie hat schon mehrmals bewiesen, dass sie zusammen viele Steine aus dem Weg räumen kann.
 
Wie sieht die Planung der Nachfolge aus?
Ich bin überzeugt, dass sich in der Austria-Familie bzw. aus dem Austria-Umfeld eine Person finden wird, die den eingeschlagenen Sanierungskurs konsequent weiterführen wird.