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Austria Salzburg tritt an Jukic’ alter Wirkungsstätte an
04.09.2008

Austria Salzburg tritt an Jukic’ alter Wirkungsstätte an

Das Antreten in der siebten Runde bei und gegen die ÖTSU Oberhofen führt uns zum ersten Mal seit der Saison 2006/07 (in der 2. Klasse Nord A) wieder für ein Bewerbsspiel aus dem Bundesland Salzburg heraus. Waren es seinerzeit die Spiele in Trimmelkam, Perwang (Oberösterreich) und Großgmain (der Platz war in Bayrisch Gmain, also Deutschland), so ist es diesmal Oberhofen, im Bezirk Vöcklabruck und nahe an Strasswalchen gelegen, das sich auf einen violetten Fanansturm freuen darf.

ÖTSU Oberhofen ist keine Unbekannte im Salzburger Fußballverband, schon eben alleine aufgrund der geographischen Besonderheit.
 
Die Anlage in der 1400-Seelen – Gemeinde ist übrigens nagelnau, wir sind erst das vierte Team, das die Ehre hat, in dem Schmuckkästchen anzutreten.
 
Sportlich läuft es für die Oberösterreicher noch nicht ganz nach Wunsch. Nach einer Auftaktheimniederlage und einem bitteren 7:0 in Grünau fand man sich schnell am Ende der Tabelle wieder. Erst ab Runde 3 konnte sich die junge Truppe von Trainer Johann Melchhammer (übrigens im Vorjahr noch Trainer bei Henndorf) aufrappeln und findet sich nun mit 6 Punkten aus ebenso vielen Spielen auf Platz 10 der Tabelle wieder.
 
Es ist uns zudem gelungen, nachstehendes Interview mit dem Sektionsleiter der ÖTSU Oberhofen, Herrn Josef Pichler, zu führen.
 
Austria: Für viele Vereine ist dies das "Spiel des Jahres". Hat sich die Mannschaft besonders auf den Schlager vorbereitet? Können Sie mit der stärksten Mannschaft antreten?

SL Josef Pichler: Natürlich freuen auch wir uns, wie alle anderen Mannschaft, auf dieses Spiel gegen die Austria Salzburg. Vor so viel erwartetem Publikum zu spielen, wird für alle Spieler ein neues Erlebnis sein. Die Vorbereitung auf dieses Spiel ist aber nicht anders als bei anderen Gegnern. Es wurde wie immer 3x die Woche trainiert. Leider fehlen uns immer noch 3 wichtige Mannschaftsstützen - somit wird sich der Kader zu den bisherigen Meisterschaftsspielen kaum verändern. Lediglich Markus Reichl meldete sich wieder einsatzbereit zurück!
 
Austria: Oberhofen konnte immerhin schon Strobl, das gegen Austria Salzburg 1:1 gespielt hat, besiegen und mit dem hohen 6:0-Auswärtssieg in St. Georgen ein Ausrufezeichen setzen. Welche Erwartungen gibt es in Hinblick auf Samstag? Werden wir eine eher defensive Oberhofner Mannschaft sehen?

Josef Pichler: Nach den 2 schwachen Spielen gegen Golling und Plainfeld wäre ein Punkt gegen die Austria schon sehr zufriedenstellend. Wie schon erwähnt fielen bis dato 4 Mannschaftsstützen aus. Das konnten wir ob der Kadergröße nicht kompensieren. Wir hatten zwar sehr gute Spiele (Strobl, St. Georgen) aber auch eher mässige Partien. Die Taktik der Mannschaft wird natürlich nicht verraten (obgleich ich sie auch noch nicht kenne!).
 
Austria: Was ist die Stärke der Oberhofner Mannschaft? Wo seht ihr Euch am Ende der Meisterschaft?

Josef Pichler: Die Stärke unserer Mannschaft liegt sicher in der Kombination einer relativ jungen Truppe mit sehr großem individuellem Potential. Dies jedesmal auszuschöpfen ist derzeit noch die große Schwäche der Mannschaft - sprich Kontinuität! Ziel ist aber weiterhin ein Tabellenplatz im vorderen Drittel!
 
Austria: Wie stehen Sie zum Neustart der Salzburger Austria in der untersten Liga? Und wo ist Ihrer Meinung nach das berühmte Ende der Fahnenstange für die Violetten erreicht?
 
Josef Pichler: Die Austria Salzburg ist sicher eine Bereicherung für den Salzburger Unterhausfussball. Vom Potential her würde ich sie sogar über z.B. SV Grödig sehen. Wenn die infrastrukturellen Probleme gelöst werden, könnte ich mir durchaus vorstellen, die Austria Salzburg in 5 - 10 Jahren in der 'Adeg' Liga zu sehen! Vorerst hoffe ich natürlich u. a. auch aus wirtschaftlichen Gründen - dass sie vielleicht noch ein oder zwei Jahre in der 2. Landesliga verweilen.
 
Austria: Wer ist in Ihren Augen der gefährlichste Spieler der Salzburger?

 Josef Pichler: Der gefährlichste Spieler der Austria ist derzeit zweifelsohne Mersudin Jukic. Auch kein Wunder, hat er doch Oberhofner Wurzeln. Er spielte damals im Nachwuchsbereich ehe seine Familie den Wohnsitz wechselte, und uns damit ein großes Talent abhanden kam!
 
Vielen Dank nach Oberhofen für dieses Interview!
 
 

Anreise:


Auto: A1-Ausfahrt Mondsee, weiter über die B154 Richtung Straßwalchen. Die Abzweigung nach Oberhofen passieren und bei der nächsten Kreuzung rechts zum "Gewerbegebiet Salzweg" abzweigen. Es sind ausreichend Parkplätze rund ums Sportgelände vorhanden
 
öffentlicher Verkehr: mit dem Regionalexpress zur Station Oberhofen-Zell am Moos (Fahrzeit ab Salzburg Hbf 29 Minuten). Von der Haltestele ca. 600 Meter Fußweg zum Sportplatz (vom Bahnhof links durch die Unterführung B154, dann rechts über den Salzweg zum Sportplatz).
 
Zugauskunft: Anreise aus Salzburg und ganz Österreich


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