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Bernd Winkler: "Ich brenne auf Start in die neue Saison!"
24.06.2009

Bernd Winkler: "Ich brenne auf Start in die neue Saison!"

Vergangenen Sonntag wurde mit dem 29-jährigen Allrounder alles klar gemacht, und schon jetzt kann er es kaum erwarten bis es los geht. Im Interview mit austria-salzburg.at spricht Winkler über die Entwicklungen des Jahres 2005, und wie er sich wieder als Offensiv-Kraft durchsetzen will.

Bernd, wieder bei der Austria, diesmal allerdings ein paar Klassen tiefer. Wie hast Du die gesamte Situation des Salzburger Fußballs im Jahr 2005 – Du warst ja genau zu dieser Zeit wieder bei der Austria – und danach den Weg zurück der wiedergegründeten Austria wahrgenommen?
Es war schon alles ein ziemliches Hin und Her und ich glaub jeder der irgendwie was mit Fußball zu tun gehabt hat, war sehr enttäuscht und auch irgendwo wütend, dass die Austria plötzlich verschwinden sollte. Gott sei Dank wurde eine "Lösung" gefunden, wenn auch in der letzten Spielklasse, aber auch damals war schon klar, dass das nur eine Übergangszeit sein wird. Danach bin ich sehr viel unterwegs gewesen und deshalb hab ich generell wenig vom Salzburger Fußball wahrgenommen. Ich hab mich immer nur speziell über die Austria informiert und immer ein Auge drauf geworfen und gehofft, dass der Weg wieder schnell nach oben geht!
Was Gott sei Dank ja bestens funktioniert hat. Drei mal Meister in Folge, das kann sich sehen lassen. Und so bin ich glücklicherweise schneller zurück als erwartet!
 
Ein erstes Zusammentreffen mit „Austria neu“ gab es ja beim Hallencup, als Du noch bei Altach gespielt hast. Die Austria spielte in dieser Zeit in der 1. Klasse, Deine Erinnerungen daran?
Ich kann mich erinnern, dass sich die Austria damals tapfer geschlagen hat und es uns und auch den anderen Teams nicht leicht gemacht hat. Am meisten sind mir jedoch die Fans in Erinnerung geblieben. Sie haben eine riesige Stimmung gemacht in der Halle. Von solchen Fans hat Altach in der Bundesliga nur träumen können. Leider ist die Austria damals in der Vorrunde dann ausgeschieden, danach war das Turnier praktisch zu Ende.
 
Du warst jetzt eigentlich die meiste Zeit Profi-Fußball, hast zuletzt bei Vöcklabruck in der zweiten Bundesliga gespielt. Jetzt buhlten sowohl  die Westligisten Anif als auch Seekirchen um Deine Gunst, Du hast Dich für die Austria entschieden – warum?
Ich war jetzt über 10 Jahre Profi und hab viele Erfahrungen sammeln können. Dabei hab ich oft auf mein Bauchgefühl gehört und meistens richtig gelegen. So war es auch diesmal wieder, ich hab auf mein Bauchgefühl gehört! Für mich war klar, dass ich irgendwann wieder zurückkommen möchte und jetzt ist denke ich der richtige Zeitpunkt. Ein Punkt waren mit Sicherheit auch die Personen Gerhard Stöger und Didi Emich. Sie haben sich sehr um mich bemüht und ich bin von der Professionalität beider überzeugt. Mein Ziel ist ganz klar wieder zurück in die Bundesliga und das haben sie mir auch vermittelt, dass der Verein das auch möchte. Und ein ganz großer Punkt für mich sind die Fans gewesen. Vor so einem Publikum spielen zu können ist einfach genial. Deshalb will ich sportlich wieder da hin, was die Fans bereits sind! Bundesligareif!
 
Bevor Du lange Zeit als Verteidiger fungiert hast, warst Du ja ursprünglich Stürmer. Jetzt sieht man Dich möglicherweise bei der Austria wieder auf Deiner alten Position spielen, wie das?
Dazu vielleicht ganz kurz wie sich der Positionswechsel bei mir abgespielt hat. Ich bin von Hans Krankl 1998 in den Bundesligakader geholt worden als Stürmer und dort auch meine ersten Spiele auf dieser Position absolviert. Danach hab ich noch in Wörgl und in Braunau ganz vorne gespielt. Während der Saison ist damals unser rechter Mittelfeldspieler verletzt ausgefallen und ich hab einspringen müssen. Das hat dann so super funktioniert, dass ich irgendwie im Mittelfeld hängen geblieben bin. Dann wurde auch noch dass System von 3-5-2 auf 4-4-2 verändert und ich hab plötzlich rechter Verteidiger gespielt. In den letzten 4 Jahren hab ich vorwiegend im halbrechten oder halblinken Mittelfeld gespielt.
Nach dem Abgang von Jukic, hat die Austria natürlich nach offensiven Spielern gesucht und nachdem mich Gerhard Stöger mit 14 Jahren ins BNZ geholt hat, wusste er natürlich dass ich lange diese Position gespielt hab. Dann hab ich mich mit Didi Emich unterhalten, der ja selbst ein begnadeter Stürmer war und er hat mich gefragt ob ich mir diese Position zutraue. Ich war gleich begeistert von der Idee und hab natürlich ja gesagt. Ich hab immer sehr gerne vorne gespielt und mich ist das auch eine große Herausforderung. Mit ein bisschen Zeit und der Unterstützung von allen Seiten wird es sicher klappen.
 
Am 29. Juni beginnt die Vorbereitung in Rif, was erwartest Du Dir von der kommenden Saison, und was können die Anhänger von Dir erwarten?
Ich bin schon richtig nervös und brenne darauf dass es endlich losgeht, weil ich mich so auf diese Aufgabe freue. Von der Saison erwarte ich mir, ohne herumzureden, den Meistertitel. Dass es schwer wird wissen wir alle, denn jeder will natürlich die Austria schlagen und 110 % geben. Trotzdem denke ich, dass wir eine sehr gute Mannschaft haben und dieses Ziel erreichen können.
Von mir können sich die Anhänger erwarten, dass ich alles geben werde um dieses Ziel zu erreichen. Ich werde deshalb nicht nur am Platz, sondern auch außerhalb versuchen meine Erfahrungen, speziell an die jüngeren Spieler weiterzugeben, damit wir alle gemeinsam in eine rosige bzw. violette Zukunft blicken können.


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