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Nur knapp an Blamage vorbeigerasselt – 4:2 gegen G'gmain
14.04.2007

Nur knapp an Blamage vorbeigerasselt – 4:2 gegen G'gmain

Also das war gar nichts: während eigentlich alle mit einem nächsten Schützenfest rechneten (Hinspiel 11:0, Großgmains Tordifferenz -66) zeigte Austria Salzburg die mit Sicherheit schlechteste Saisonleistung. Gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten musste man erstmals sogar zwei Gegentore hinnehmen.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Nach einer durch und durch kompakten und starken Leistung im Schlagerspiel gegen Michaelbeuern begleiteten gut 600 Fans ihre Austria-Kicker, deren stolz geschwellte Brust nach der Vorwoche aber bald zu Boden gesenkten Köpfen wich.
 
Vom Start weg wollte im Spiel der Violetten wenig bis gar nichts klappen, Chancen waren ein Zufallsprodukt und diese wurden dann auch meist kläglich vergeben. Als Damir Borozni aber dennoch in der zehnten Minute zum 1:0 einnetzte glaubte man jetzt würde sich dieses Spiel auch optisch den Fakten, Erster gegen Letzter, anpassen. Ein Irrglaube.
 
Denn dieses Tor weckte zum einen die Großgmainer auf, und zum anderen schalteten die Violetten darauf einen weiteren Gang zurück. Angetrieben von einem starken Winsberger gaben sich die herzerfrischend kämpfenden Großgmainer nicht auf, sondern versuchten ihr Glück in der Offensive – mit Erfolg. In der 20. Minute bezwang Landauer erstmals Werner Schörghofer, der in diesem Spiel statt Alex Trappl im Kasten stand.
 
Kurz bevor Schiedsrichter Gangl dann zur Halbzeit pfiff, das eigentlich Unfassbare: Der Tabellenletzte, der in der laufenden Saison erst drei Punkte und dafür aber 66 Minustore am Konto hat, ging durch Abl 2:1 in Führung, und ist damit die bisher einzige Mannschaft die der Austria in einem Spiel zwei Tore schoss.
 
Die Spielbesprechung in der Pause dürfte dann mit Sicherheit etwas lauter ausgefallen sein, trotzdem machte sich dies auf dem Feld aber nur teilweise bemerkbar. Schlussendlich setzte sich aber die individuelle Stärke durch, und Schleindl glich in der 64. Minute aus.
 
Sechs Minuten danach entschied Schiedsrichter Gangl nach Foul an Rehrl auf Penalty, Damir Borozni verwertete den Elfer zur 3:2 Führung, was für einen für diesen Tag eigentlich nicht eingeplanten sehr erleichterten Torjubel sorgte. Würnstls Tor in der 76. Minute brachte dann die endgültige Entscheidung.
 
Natürlich können solch schwache Spiele vorkommen, gegen ein abgeschlagenes Schlusslicht sollten diese aber eigentlich nicht passieren - was aber keineswegs die tolle Leistung der Großgmainer in diesem Match schmälern soll.
 
Wie schon zuletzt also wieder eine verpatzte Generalprobe vor dem nächsten Schlager kommenden Samstag, wenn die Austria im Hit gegen Schleedorf für noch mehr Klarheit in der Aufstiegsfrage sorgen kann.
 
Gustl Kofler: Puuuuuhh - knapp an einer peinlichen Blamage vorbeigeschlittert! Herzlichen Dank an die Fans für die großartige Unterstützung. Gerade, in den sehr schweren (auch selbst verursachten) 15 Minuten vor und nach der Halbzeit war Euer "die Mannschaft
braucht uns, geben wir noch einmal Gas" extrem wichtig. Ich hoffe, dass dieses schlechte Spiel für die Mannschaft einen hohen Lerneffekt hat.
 
SSC Großgmain - SV Austria Salzburg 2:4 (2:1) Borozni (10., 68. Elfmeter), Schleindl (61.), Würnstl (78.);
Austria-Tore:
 
Austria Salzburg spielte mit: Schörghofer; Würnstl, Haslauer (46. Jankovic), Witosek (80. Höller); Borozni, Wressnig, Rehrl, Pecaranin, Ebner; Schleindl, A. Seywald (76. Federer);


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