Zum Herbst-Abschluss steigt heute in der Red-Bull-Arena (14) das "Derby aller Derbys" in der Westliga: Die Juniors brennen auf die Revanche gegen die Austria nach der 1:2-Niederlage zum Saisonstart. Austrias Kapitän Neubauer und Juniors-Turbo Meilinger plauderten im "Krone"-Interview mit Herbert Struber und Valentin Snobe über die Rivaltität, Herz und Kommerz.
Ist ein Sieg in diesem Derby mehr wert als sonst?
Meilinger: "Eigentlich ist es ein Spiel wie jedes andere. Aber aufgrund der Vergangenheit der beiden Klubs hat das Match natürlich einen höheren Stellwert. Man merkt schon, dass die Stimmung rundherum angespannter, aufgepushter ist."
Neubauer: "Ja sicher. Die Rivalität war ja von Anfang an da. Ich kann nur sagen: Bei uns brennt jeder auf dieses Spiel. Der Kampf ums Leiberl im Training war diese Woche noch intensiver, weil jeder 120 Prozent gibt."
Oft ist vom Duell "Herz gegen Kommerz" die Rede. Wie sehen das die Spieler?
Meilinger: "Das finde ich nicht passend. Bei uns im Team gibt's ja keine Schwerverdiener. Wir sind alle jung, geben 100 Prozent und viel Herz. Sonst wären wir auch ganz sicher nicht dort, wo wir jetzt stehen würden."
Neubauer: "Das ist eher ein Thema für die Medien. Wir wollen es den Juniors am Platz zeigen. Ich bin jetzt nicht der Typ, der verbal auf die anderen aushaut. Es ist ja nicht nur alles schlecht, was der Mateschitz in Salzburg macht. Aber ich kann nur sagen, dass wir auf Leidenschaft und unser violettes Herz setzen. Wenn wir drei Punkte holen, ist auch viel gesagt."
Was schätzt ihr am Gegner, worauf gilt es zu achten?
Meilinger: "Drei Aspekte bewundere ich bei der Austria: Die Fans, welche die Mannschaft toll unterstützen, sowie die beiden Offensiv-Spieler Marko Vujic und Nico Mayer. Von diesen beiden geht größte Gefahr aus."
Neubauer: "Die Juniors sind sicher eines der spielstärksten Teams in der Liga, sind spritzig, körperlich top. Aber es gibt Mittel, dagegenzuhalten, ihr spielerisches Potenzial zu unterbinden. Vielleicht auch, in dem man ein bisschen provoziert. Wir haben auf jeden Fall keine Angst. Wir haben sie ja schon geschlagen, werden sie auch heute schlagen."
Warum werdet ihr als Sieger vom Platz gehen?
Meilinger: "Weil wir topmotiviert sind und usnere Einstellung derzeit nicht einfach zu toppen ist. Die letzten Erfolge haben uns stark gemacht, wir sind im Team noch weiter zusammengerückt. Und wenn wir unser Offensiv-Spiel wie geplant aufziehen können, mache ich mir keine Sorgen!"
Neubauer: "Weil wir den absoluten Siegeswillen haben, Kampfgeist und Leidenschaft für den Verein. Und weil wir die Fans, unseren zwölften Mann, auch im Stadion im Rücken haben."
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










