Nicht nur für heimische Fußballer ist Austria Salzburg eine Topadresse. Auch Südamerikaner und Afrikaner werden den Violetten angeboten.
Michael Unverdorben Salzburg (SN). Die Salzburger Austria erobert mit ihrem Erfolgslauf im Fußball-Unterhaus die Herzen der heimischen Fans. Und auch weit über Österreichs Grenzen hinaus ist die violette Renaissance nicht unbemerkt geblieben. Das beste Beispiel dafür: Immer mehr internationale Spielervermittler suchen den Kontakt zur Austria.
Das geht so weit, dass Gerhard Stöger, der sportliche Leiter und Nachwuchschef der Stadt-Salzburger, Anfragen aus ganz Europa, Südamerika und Afrika erhält. „Uns wurden Spieler aus Italien, Brasilien, Chile, Uruguay, Mexiko, Ghana und von der Elfenbeinküste angeboten“, erzählt Stöger, der freilich weiß: „Manche Spielervermittler, die vermutlich sehr unprofessionell arbeiten, verwechseln uns mit Red Bull Salzburg und wollen Profis mit einem entsprechenden Salär an den Mann bringen. Eine echte Fußball-Größe war unter den Namen jedoch noch nicht dabei.“ Nichtsdestotrotz hat Stöger auch so oft Grund zum Schmunzeln. „Vor allem wenn sich Spieler mit einem offensichtlich gefälschten Lebenslauf, unvorteilhaften Fotos oder einem Kurzfilm in schlechter Qualität selbst anpreisen, kann das sehr kurios werden.“
Diverse internationale Anfrage erhält Stöger wöchentlich, hinzu kommen unzählige Bewerbungen von heimischen Kickern. „Hier haben wir wöchentlich zwei, drei Kontakte. Das geht von Jugendteams bis zur Kampfmannschaft“, sagt Stöger.
Der 41-Jährige, der von 1988 bis 1996 bei der Ur-Austria als Nachwuchskoordinator tätig war, sieht trotz des regen nationalen und internationalen Interesses keinen Grund zum Handeln. „Derzeit gibt es keine Notwendigkeit. Die Mannschaft hat Erfolg. Und wir liegen mit unseren Zielen im Plansoll“, erklärt Stöger, dessen Elf in der 1. Klasse Nord auf dem besten Weg zum Titelgewinn ist. Selbst den Durchmarsch in die 1. Landesliga schließt er nicht aus. Mit Neuerwerbung Mario Lenz, der übrigens auf Empfehlung von Frenkie Schinkels nach Salzburg gekommen ist, hat die Austria einen Glücksgriff getätigt – und das ganz ohne Hilfe eines dubiosen Spielervermittlers. Der Torjäger, der sich mit 13 Saisontreffern in die Herzen der Fans geschossen hat, gilt als wertvollste Aktie in der ehrgeizigen Zukunftsplanung der Austria.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










