Ausgeladen. Austria Salzburg wollte den Futsal-Meistertitel verteidigen, darf es aber nicht. Laut Veranstalter Walter Fuchsbauer sind die strengen Auflagen der Sicherheitsdirektion nicht zu stemmen.
Verkehrte Fußballwelt in Salzburg: Normalerweise bemühen sich die Veranstalter darum, Publikumslieblinge zu ihren Turnieren einzuladen, um für tolle Stimmung in der Halle und hohe Einnahmen zu sorgen. Die Salzburger Austria darf jedoch weder beim am Donnerstag ausgelosten UFC-Puma-Hallencup um den „Salzburger Stier“ noch beim Futsal-Cup am 5. und 6. Dezember mitspielen.
„Wir sind Titelverteidiger und wollten den Futsal-Meistertitel unbedingt verteidigen“, betont Austria-Trainer Dietmar Emich. „Der Futsal-Cup ist für mich sportlich das hochwertigste Turnier, weil da ein sehr technischer Fußball gespielt wird. Das gefällt mir.“ Umso weniger will Emich einsehen, dass seine Mannschaft bei Hallenturnieren plötzlich zum unliebsamen Gast geworden ist. Lediglich bei der Hallen landesmeisterschaft könnte die Austria noch auflaufen. „Ob wir das dürfen, weiß ich nicht“, sagt Emich.
Warum aber darf die Austria weder beim „Stier“ noch beim Futsal-Cup mitspielen? Walter Fuchsbauer, der Präsident der Spielgemeinschaft ASK/PSV, klärt im Gespräch mit den SN auf: „Wir haben von der Sicherheitsdirektion die Vorgaben bekommen, dass wir 30 Ordner und einen eigenen Sektor für die Fans brauchen, sollte die Austria beim Futsal-Cup in der Sporthalle Alpenstraße mitspielen.“ Auch ein eigener Eingang müsste für die Austrianer geschaffen werden. „Wir können den Aufwand und die Kosten nicht tragen“, betont Fuchsbauer, der den Violetten aber noch Hoffnung macht: „Wenn sich ein Sponsor findet, der den Mehraufwand abdeckt, wäre die Austria natürlich dabei.“
Für Emich sind die Auflagen fragwürdig: „Wir haben auch in den vergangenen beiden Jahren mitgespielt und es ist nichts passiert. Ich weiß nicht, warum es da von der Sicherheitsdirektion plötzlich andere Vorgaben gibt“, ärgert sich der Austria-Trainer. Er fordert auch mehr Unterstützung durch den Salzburger Fußballverband. „Ich erwarte mir, dass der Verband mit der Sicherheitsdirektion spricht und eine Lösung für das Problem findet.“
Besonders sauer stößt Emich der Umstand auf, dass auch einzelne Vereine gegen die Austria Stimmung machen: „Ich finde das zutiefst ungut. Viele haben mit uns und unseren Fans viel Geld verdient. Plötzlich erinnert sich an das niemand mehr.“
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










