Austria Salzburg ist im Stadion in Maxglan derzeit nur Mieter. Dies könnte sich aber bald ändern: Es gibt ein Verkaufsangebot des Eigentümers ASKÖ an die Violetten.
(SN). Die jüngsten Berichte der „Salzburger Nachrichten“ über die Sportstättenmisere in der Stadt Salzburg haben viele Reaktionen ausgelöst. Die bemerkenswerteste kommt vom ASKÖ-Vizepräsidenten Gerhard Schmidt und betrifft die Austria Salzburg. „Wir werden der Austria die Fußballanlage des ASKÖ-Sportzentrums in Maxglan zum Kauf anbieten“, kündigte Schmidt, der auch Vizepräsident des Salzburger Fußballverbands ist, den SN an. Als Kaufpreis nannte er einen „moderaten sechsstelligen Eurobetrag“. Der ASKÖ käme ein Verkauf nicht ungelegen. Sie muss für die gesamte Anlage nämlich derzeit monatlich 9000 Euro an den Vorbesitzer, die Firma Alba-Leasing, zahlen.
Die erste Reaktion der Violetten fällt durchaus positiv aus: „Dieses überraschende Angebot klingt vielversprechend. Es sind aber noch viele Detailfragen zu klären und das muss partnerschaftlich mit der Stadt Salzburg und mit der Stieglbrauerei passieren“, sagte Austria-Sportdirektor Gerhard Stöger. Auch Landessportdirektor Walter Pfaller kann dem Vorhaben Positives abgewinnen. „Zumindest gründlich nachdenken sollte man über dieses Angebot“, sagte Pfaller.
Der Westligist Austria Salzburg trägt seine Heimspiele schon seit Jahren in Maxglan aus. Der Verein, der große sportliche Ambitionen hat, ist derzeit Mieter der offiziell 1566 Zuschauer fassenden Anlage. Die Bemühungen um ein eigenes Stadion in Liefering sind bislang gescheitert, dessen ungeachtet bemüht sich die Clubführung weiter um eine eigene Spielstätte.
Um den ASKÖ-Sportplatz in Maxglan zumindest zweitligatauglich zu machen, müsste eine neue Tribüne errichtet werden. Der Haken an der Sache: Die einzige dafür zur Verfügung stehende Fläche fällt unter die als unantastbar geltende Grünlanddeklaration der Stadt. Auch wenn Gerhard Schmidt diese Schutzbestimmung für den schmalen Streifen zwischen dem Fußballplatz und dem ASKÖ-Gebäude für eine „Schnapsidee“ hält, könnte sie das Projekt zum Scheitern bringen. Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden, der von den Verkaufsplänen des ASKÖ erst von den SN erfuhr, sprach in diesem Zusammenhang von einer „sehr hohen Hürde“. Als zweites Problem in Maxglan sieht Schaden die Parkplatznot. „Die Stieglbrauerei stellt ihre Parkflächen in der Nähe des Sportzentrums bis höchstens 2015 zur Verfügung.“
Obwohl die Austria derzeit in der Westliga von einem Aufstiegsplatz weit entfernt ist, bemüht sich die Vereinsführung, möglichst rasch die Weichen für eine Teilnahme an der Ersten Liga zu stellen. Sportdirektor Stöger begründet die Eile: „Es wird zunehmend schwieriger, derartige Projekte in der Stadt umzusetzen. Außerdem wird es immer teurer.“
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