Ende der Heimserie. Nach der 0:4-Heimpleite gegen Altach herrschte Samstag pures Entsetzen in Maxglan. Trainer Didi Emich gerät unter Druck.
Es war die pure Sprachlosigkeit, die Samstagabend auf Maxglans Tribünen vorgeherrscht hat. Die Fans verstummten (bis auf eine Handvoll, die Trainer Didi Emichs Ablöse forderten), selbst Obmann Walter Windischbauer benötigte eine gute halbe Stunde, ehe er das Geschehen in Worte fassen konnte. „So kann und darf es nicht weitergehen. Ich bin gefordert, dass ich jetzt eine Lösung finde“, meinte er vielsagend.
Was allen die Rede verschlagen hat, war die Arbeitsverweigerung der Mannschaft bei der auch in der Höhe korrekten 0:4-(0:1-)Heimpleite gegen die Altach Amateure, denen vor den Augen ihres Cheftrainers Adi Hütter viel Herz und sechs Chancen gereicht haben. Es war die erste Heimniederlage der Austria in der Regionalliga West überhaupt und die erste Heimniederlage seit Frühjahr 2010. Zwar kann jede Serie einmal zu Ende gehen, erstaunlich ist jedoch, wie leicht sich derzeit die einst für ihren Kampfgeist gerühmten Violetten aufgeben: Das war schon so beim 3:6 in St. Johann, beim letztwöchigen 0:4 in Bregenz und nun bei der Pleite gegen Altachs Youngsters.
Die Worte fand man dann Sonntag wieder. Sportdirektor Gerhard Stöger verordnete eine zweistündigen Aussprache. „Jetzt sind alle gefordert, vom Sportchef über den Trainer bis zum 24. Kaderspieler“, meinte Stöger, der Trainer Emich den Rücken gestärkt hat. „Es wäre zu einfach, jetzt nur den Trainer infrage zu stellen.“ Stattdessen rief Stöger die „Woche der Wahrheit“ aus. Die mündet Samstag just im Auswärtsspiel beim Überraschungsteam FC Pinzgau. Was sich Stöger da erwartet? „Drei Punkte und keine beleidigten Leberwürste.“
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