Meisterschaft und Aufsteig in erste Klasse Nord mit 6:0 gegen Nussdorf fixiert - Fans aus halb Europa und sensationeller Zuschauerschnitt
Salzburg - Im Herbst 2005 hat sich die von Red Bull übernommene Austria Salzburg als neuer Verein konstituiert und sich in der untersten Liga, der 2. Klasse Nord A, auf ihren Weg zurück nach oben gemacht. Jetzt hat der neu gegründete Traditionsverein die erste Etappe geschafft und ist souverän Meister geworden. Die Austria hat die Konkurrenz um 18 Punkte distanziert und eine Tordifferenz von 109:8 herausgespielt.
Beachtlicher Zuschauerschnitt
Entscheidend für das Überleben und den erfolgreichen Neustart der Austria sind ihre Fans. Die "Violetten Teufel" haben der Austria in der untersten Liga, in der die Spiele üblicherweise von rund 50 Fans beobachtet werden, einen Zuschauerschnitt von 1.200 beschert. Am Samstag kamen zum letzten Spiel der Saison deutlich mehr als 2.000 Fans auf den Union-Sportplatz, wo die Violetten Asyl bekommen haben.
Verstärkt durch etwa 100 Fans aus Dortmund, einer Gruppe aus Wien, einer aus München, sowie Fan-Abordnungen aus der süditalienischen Stadt Barletta sowie von Leeds United haben die "Violetten Teufel" ihre Bengalischen Feuer gezündet, Schlachtgesänge gegrölt, geklatscht und getrommelt und eine Atmosphäre entstehen lassen, wie zu den besten Bundesliga- und Europacup-Zeiten.
Auf dem Spielfeld ist es noch nicht so weit, aber der SV Nussdorf musste sich trotz aller Schwächen der gecasteten, aus verschiedenen Vereinen zusammengewürfelten Austria-Truppe mit 0:6 geschlagen geben. "Unser Ziel ist die 2. Österreichische Liga", sagten Austria-Geschäftsführer Wolfgang Monger und Vorstandsvorsitzender Moritz Grobovschek unisono. "Das klingt im Moment nicht sehr realistisch, dafür müssten wir schließlich vier weitere Male Meister werden. Aber das Potenzial ist da in diesem Verein."
Auf Platz-Suche
Wirtschaftlich lebt der nicht-subventionierte Klub hauptsächlich von den Sachleistungen der Fans. "Aber mit plus 18 Punkten, einer Tordifferenz von plus 101 Toren und dieser fantastischen Stimmung auf dem Platz werden wir die Sponsoren überzeugen", so Grobovschek. Vorerst ist der Meister allerdings mit Feiern beschäftigt und mit dem Suchen einer neuen Spielstätte. "Noch haben wir keinen fixen Platz für die kommende Saison in der 1. Klasse Nord. Jeder Platz mit Tribüne kommt in Frage, das hängt aber von den Sponsoren ab."
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










