Einfach nur geil“ – Florian Hirsch ließ seinen Emotionen nach dem Schlusspfiff freien Lauf. Der 26-jährige Innviertler im Trikot von Austria Salzburg hatte mit seinem Team soeben 2:1 gewonnen. Dieser Sieg in der Fußball-Regionalliga-West war aber mehr wert als nur drei Punkte in der Tabelle. Denn der „Kult-Klub“ hatte am Samstag das erste Meisterschaftsduell gegen Red Bull Salzburg seit der Abspaltung 2005 für sich entschieden. Für die 1800 Zuschauer im ausverkauften „MyPhone“-Hexenkessel in Salzburg-Maxglan ein Triumph für die Ewigkeit. Ein Erfolg des Traditionsvereins, der sich mit vier Meistertiteln in Folge in die dritthöchste Spielklasse zurückgekämpft hatte, über den Kommerz.
Nach dem Schlusspfiff brachen beinahe alle Dämme. Die Spieler feierten den ersten Sieg in der zweiten Runde, als ob sie bereits die Meisterschaft gewonnen hätten. Sie tanzten vor dem Fan-Sektor und machten die Welle. „Sensationell, was sich da abspielt. Diese Fans sind einzigartig. Sie pushen dich, auch wenn du zurückliegst, und plötzlich kannst du 20 Prozent mehr Leistung bringen“, sagte Hirsch. Der ganz normale Fußball-Wahnsinn gefiel auch Marco Vujic. Der gebürtige Scharnsteiner entschied mit einem Doppelpack (12., 20.) nach einem 0:1-Rückstand das Derby der großen Emotionen. Ausgerechnet jener Spieler, der zuvor drei Jahre lang bei den Red Bull Juniors unter Vertrag gestanden war...
„Austria Oberösterreich“
Neben dem 26-jährigen Torjäger und Hirsch haben auch viele weitere Oberösterreicher Anteil am neuen Höhenflug der Austria. Im Kader der Violetten stehen insgesamt neun heimische Spieler ( Raphael Reifeltshammer, Peter Urbanek, Lukas Wührer, Gabriel Kreuzwirth, Zarko Cavic, Klaus Märzendorfer und Andreas Oberauer). „Oberösterreich scheint offenbar ein gutes Pflaster zu sein“, sagt Märzendorfer, der im Sommer vom FC Wels nach Salzburg wechselte.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










