Zu jedem Auswärtsspiel der Austria pilgern etwa 1000 Fans mit. Die Kassiere reiben sich die Hände. Der HSV freute sich über 6000 Euro an Zusatzeinnahmen.
HERBERT STRUBER Salzburg (SN). Sportlich schwebt Austria Salzburg seit seiner Neugründung auf der Erfolgswelle. Im ersten Bestandsjahr wurde der Titel in der 2. Klasse Nord A eingefahren. Und nun steht die Kofler-Elf in der 1. Klasse Nord nach zwei Runden programmgemäß an der Tabellenspitze.
Doch die Austria ist nicht „nur“ ein Fußballklub, sie ist auch ein Wirtschaftsfaktor. Zu jedem Heimspiel – nun auf die neue Heimstätte in Maxglan – kommen weit über 1000 Fans. Und auch zu den Auswärtspartien pilgern im Schnitt 1000 Violette mit. Die Kassiere der Heimvereine reiben sich zurecht die Hände. So konnte sich am Samstag der HSV Wals über Zusatzeinnahmen von 6000 bis 7000 Euro freuen. „Im Vorverkauf setzten wird 150 Karten ab. Am Spieltag haben wir 850 Karten verkauft. Bei einem Eintritt von vier Euro sind das allein 4000 Euro durch Zuschauereinnahmen“, erzählte der sportliche Leiter des HSV, Thomas Pichler. Der Rest wird über die Gastronomie lukriert. „Wir hatten 200 Schnitzelsemmeln und 200 Wurstsemmeln hergerichtet. Die gingen alle weg. Ebenso vier 50-Liter-Fässer Bier und 60 Kisten Bier.“
Der HSV hatte sich professionell auf den Besucheransturm vorbereitet. „Wir haben uns schon Wochen vor dem Spiel mit Fanvertretern der Austria getroffen und alles abgesprochen. So stellte die Austria fünf Ordner, wir hatten 15 eingesetzt. Am Spieltag selbst hatten wir eine zusätzliche Eintrittskasse geöffnet und Zelte aufgestellt. Wir haben die Veranstaltung auch bei der Gemeinde gemeldet. Zur Absicherung, falls etwas passiert.“
Während und nach dem Spiel gab es aber keine Ausschreitungen. „Es ist vorbildhaft abgelaufen. Ich muss ein Lob an die Fans aussprechen“, betonte Pichler. Dass der HSV die Partie 1:6 verlor, war peripher. „Dabei war die Austria nicht so überlegen. Aber in Wahrheit haben sich unsere Spieler bei dieser Zuschauerkulisse in die Hosen gemacht.“
Bei den Heimspielen bleiben der Austria alle Einnahmen selbst – inklusive Fanartikelverkauf. Sie muss als Gast auf der ASKÖ-Anlage jedoch monatlich Miete abliefern. Nun stehen die Violetten inklusive Cup vor drei Heimpartien. Nächster Auswärtsgegner ist Union Hallein. Die Salinenstädter haben schon eine Zusatztribüne errichtet.
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