Auf dem Marsch durch Salzburgs Fußball-Unterhaus hat Austria Salzburg erneut eine Etappe geschafft. Der Traditionsverein sicherte sich nach dem Totalabsturz 2005 in der laufenden Saison zum dritten Mal in Serie den Meistertitel und stieg von der zweiten in die erste Salzburger Landesliga auf.
Nach wie vor halten die Fans dem ehemaligen Bundesligaverein die Treue - durchschnittlich sahen in dieser Saison rund 1.200 Zuschauer die Spiele der Austria. In der zweiten Landesliga spielen die Mannschaften normalerweise selten vor mehr als 250 Anhängern.
2005 hatte Red Bull den Bundesligaverein Austria Salzburg übernommen. Viele Fans haben sich damit aber bis heute nicht abgefunden und ihrem alten Verein die Treue gehalten. Der hat sich neu konstituiert und in der untersten der sieben Ligen den Neustart versucht.
Fans und Verein scheinen jedenfalls ein gutes Team zu sein. Die Salzburger haben die zweite Landesliga mit 13 Punkten Vorsprung gewonnen - der zweitplatzierte SV Grünau wurde am Samstagnachmittag im Saisonfinale mit 3:0 in die Sommerpause geschickt. "Jeder Fußballfan spürt, ob er daheim ist, wenn er auf den Platz kommt", sagte Vereinsvorstand und Schriftführer Volker Rechberger im APA-Gespräch. "Und die 16 Fanclubs der Austria Salzburg haben sich bei Red Bull Salzburg eben nie wohl gefühlt."
Auch auf dem Platz stehen Leute aus guten alten Bundesligazeiten. Der 34-jährige Heli Rottensteiner etwa, der 1994 in der Kampfmannschaft von Otto Baric gespielt hat. Oder der Trainer, Didi Emich, der 1993 gegen Voest Linz sogar ein Bundesliga-Tor für die Salzburger Austria erzielt hat.
Mit einem Jahresbudget von insgesamt 250.000 Euro könnte Austria Salzburg auch in der ersten Landesliga ab Herbst ganz gut mitmischen. Vier neue Spieler wurden gekauft, "drei auf Regionalliga-Niveau und einer aus der oberösterreichischen Landesliga", wie Rechberger beteuert. "Auch in der kommenden Saison gibt es nur ein Ziel, das ist der Meistertitel und der Aufstieg in die Regionalliga West."
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










