Viel Begeisterung und Solidarität beim Traditionsklub Austria Salzburg! Sogar die 20 Euro, die man als Entschädigung fürs Plasmaspenden erhält, kommen in die Vereinskasse. Die Sportler spenden oft.
Sportlich erlebt die Austria seit einigen Jahren einen Höhenflug. Innerhalb von nur fünf Jahren den Aufstieg von der untersten Liga in die Westliga zu schaffen – sensationell! Mit dem Aufstieg sind aber auch die Anforderungen gestiegen. Der Salzburger Traditionsklub braucht in dieser Liga ein geeignetes Stadion. Während der Millionenklub in Kleßheim keine Geldsorgen kennt, ist man bei der Austria auf treue Sponsoren aus der Wirtschaft, auf Spenden und auf kreative Ideen zur Geldbeschaffung angewiesen. Die neueste Idee: Plasmaspenden. Betreuer, Spieler und Fans der Austria („der Violetten“) haben bereits damit begonnen, jetzt sollen es immer mehr werden, die sich für den Verein Blutplasma abnehmen lassen. In großem Stil bringt das schon was: Pro Spende gibt es immerhin 20 Euro Aufwandsentschädigung und Plasmaspenden kann man jeden dritten Tag. Mit dem Geld will man sich den Traum von einem eigenen Stadion erfüllen.
Plasmaspenden für ein eigenes Stadion
Fußballer, Funktionäre und Fans spenden bereits – Ziel: 250.000 Euro in den kommenden drei bis fünf Jahren. Ein kleines Mehrzweckstadion, in dem auch andere Vereine spielen und trainieren können, das wünscht sich die Austria und will dabei kräftig mitzahlen. Wie es von der Politik ohnehin versprochen ist.
Walter Windischbauer, neuer Obmann der Austria, geht mit gutem Beispiel voran. „Ich habe schon des öfteren Plasma gespendet, da ist eigentlich nichts dabei“, erklärt er. Vor einiger Zeit startete der Salzburger Fußballklub gemeinsam mit dem in der Paracelsusstraße ansässigen Plasmazentrum die Aktion „Plasma spenden für die Austria“.
Für jede Plasmaspende gibt es 20 Euro – da kommt, da sich nur viele Sportler für die Aktion engagieren, einiges zusammen: Plasmaspenden kann man jeden dritten Tag, also wesentlich öfter, als dies bei einer Komplettblutspende möglich ist. Jetzt soll die Aktion noch ausgeweitet werden: Die Austria ruft ihre Fans dazu auf, sich daran zu beteiligen.
Die so aufgebrachten Spenden fließen zu 100 Prozent in den Fonds „Eine Heimat für die Austria.“ „Das Geld ist für die Verbesserung unserer Infrastruktur, sprich einem neuen Stadion und den Ausbau unserer Nachwuchsteams gedacht. Mit dem Spenden erfüllen wir zwei gute Zwecke, Plasmaspenden sind sehr gefragt, es gibt zu wenige Spender“, erklärt Mitinitiator David Rettenbacher die Aktion. Ziel ist, in den kommenden drei bis fünf Jahren 250.000 Euro an Spenden für den Fonds hereinzubekommen. Rettenbacher: „Derzeit liegen wir bei 20.000 Euro. Das Geld wird vom Vorstand des Vereins sowie von einem eigenen Rechnungsprüfer überwacht.“
Kleines Mehrzweckstadion
Das Geld stellt der Verein der Stadt zur Verfügung, um den Bau eines zusätzlichen Stadions voranzutreiben. Von der Politik gibt es das Versprechen, für Vereine, die in der Westliga spielen, ein eigenes Stadion und Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Und bessere Bedingungen für die Austria, den Verein der Violetten, seien nach dem rasanten Aufstieg der letzten Jahre dringend erforderlich. Und man will ja selbstverständlich auch noch bis in die Bundesliga aufsteigen. Dafür muss aber nicht nur das jetzige Budget, das laut Direktor Gerhard Stöger im sechsstelligen Bereich liegt, auf zirka zwei Millionen Euro erhöht werden. „Dieses Geld ist notwendig, wenn man in der zweiten Liga im gesicherten Mittelfeld mitspielen will.“
Bessere Bedingungen unbedingt nötigDie jetzige Spielstätte der Austria, die ASKÖ-Sportanlage in Maxglan, ist jedenfalls nicht Bundesliga-tauglich. Die dafür notwendige Infrastruktur fehlt fast vollständig. „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Weder der Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz noch der Platz sind derzeit für einen Profibetrieb geeignet. Es fehlt unter anderem ein dafür notwendiges Flutlicht und die Sitzplatztribüne ist ebenfalls zu klein“, so Stöger. In den vergangenen Wochen und Monaten hat es daher immer wieder Gespräche mit Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) und Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) gegeben, wie es im Falle eines Aufstiegs der Austria weitergehen soll – bisher allerdings ohne Ergebnis. „Wir sind um eine rasche Lösung bemüht“, werden wir stets vertröstet.Es sei zwar vorstellbar, die Anlage in Maxglan kostenintensiv umzubauen, doch Stöger würde sich lieber ein kleines Mehrzweckstadion in der Stadt wünschen, in dem auch andere Vereine ihre Matches austragen und Veranstaltungen abgehalten werden können. „Mein Vorbild ist dabei Ried. Dort hat man in kürzester Zeit ein günstiges Stadion mit knapp 8.000 Sitzplätzen errichtet. Warum soll das also nicht auch in Salzburg machbar sein?“ Als Standort für ein mögliches neues Stadion nannte er die Sportanlage an den Salzachseen, wo derzeit der Lieferinger SV und die Spielgemeinschaft SSK/BW Salzburg ihre Matches austragen. So wie es von der Politik ja auch versprochen, aber leider nicht eingelöst worden ist.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










