Für die Austria beginnt im Cup gegen Anif eine neue Ära. 419 Tage nach dem letzten Bundesliga-Auftritt sind die "Violetten" wieder unabhängig.
Herbert Struber, Salzburg (SN). Auf dem UFC-Platz in Nonntal wird heute, Samstag (16), eine neue Ära eingeläutet. Austria Salzburg startet mit dem Heimspiel im SFV-Stiegl-Landescup gegen Landesligist Anif in die Zukunft. Nach der Abspaltung von Red Bull und der kurzen "Ehe" mit dem mittlerweile aufgelösten PSV in der Landesliga entschlossen sich die "Violetten" zu einer Rückkehr in die Eigenständigkeit, die mit einem Neubeginn in der 2. Klasse verbunden ist. 419 Tage nach dem letzten Spiel in der Bundesliga - am 29. Mai 2005 gewann die Austria gegen Bregenz mit 2:1 - führt der Ex-Austrianer "Gustl" Kofler die neue Austria in eine noch ungewisse Zukunft.
"Ich bin überzeugt, dass zumindest 1000 Zuschauer auf den UFC-Platz kommen", meinte Kofler, der mit Co-Trainer Gerhard Stöger nach dreieinhalb Wochen Vorbereitung vor der ersten Bewährungsprobe mit einer völlig neuen Mannschaft steht. Auch wenn der aus der Westliga vom SV Seekirchen geholte Ivan Pecaranin noch fehlt, glaubt Kofler an die Aufstiegschance. "Anif wird auf eine Mannschaft mit sehr viel Herz treffen", betonte Kofler, der den nunmehrigen Anif-Trainer Thomas Hofer einst beim FC Puch unter seinen Fittichen hatte. "Ich hoffe, der Thomas zeigt Respekt vor seinem Lehrmeister", sagte Kofler. Hofer schätzt die neue Austria vom Niveau her in der 2. Landesliga ein. "Probleme bekommen wir nur, wenn wir unser Potenzial nicht abrufen", meinte Hofer. Nach zahlreichen Abgängen und Neuverpflichtungen ist für Hofer das große Fragezeichen die Offensive. "Ich hoffe, dass Kalhammer in Ziehers Fußstapfen treten kann."
Eine Woche vor Meisterschaftsstart ist der Landescup auch für alle anderen Landesligisten ein erster Probelauf. In Itzling kommt es zum Landesliga-Duell zwischen dem ASK (dessen Platz in Maxglan saniert wird) und dem FC Puch (18). Die beiden Teams treffen nächsten Freitag auch in der Meisterschaft aufeinander. Bei Puch feiert Karl Hodits seine Trainerpremiere. ASK-Coach Dietinger ("Puch ist für mich Meisterschaftsmitfavorit") hat auf Grund vieler Ausfälle gerade elf Mann zur Verfügung. Im Vorspiel (16) ist ein weiterer Landesligist zu sehen: Oberndorf fordert mit Austria-Legende Otto Konrad im Tor den ASV.
So spielte die Austria
bei ihrem letzten Bundesligaspiel in Eigenständigkeit am 29. Mai 2005 gegen Bregenz: Arzberger; Winklhofer, Laessig (86. Keil), Jank, Gjosevski; Willi, Pichorner, Scharrer, Seo; Tomic (60. Öbster), Schriebl (72. Pöllhuber).
So startet die Austria,
die in der 2. Klasse neu beginnen muss, heute, Samstag (16), im Cup gegen Anif auf dem UFC-Platz: Trappl; Würnstl; Witosek, Höller (Oberascher); Valentin, Zweimüller, Messner, Lahner; Borozni, Seiwald; Schleindl.
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