Nach dem 3:1 im Finale der Salzburger Hallenfußball-Landesmeisterschaft gegen Anif gingen Austria-Trainer Didi Emich die Nerven durch. Er provozierte mit unschönen Gesten die Führungsetage der Anifer um Trainer Thomas Hofer und Obmann Heinz Seelenbacher. Die zeigten sich außer sich und kritisierten das Verhalten des Austria-Coachs.
Hofer, der zu seinem Trainerkollegen Emich eigentlich ein gutes Verhältnis hat, war noch am Tag danach ziemlich verärgert. „Das gehört sich einfach nicht. Auch wenn ihm einige Aussagen von Anifer Seite nicht gepasst haben, darf man sich nicht so aufführen. Wir haben als Trainer eine Vorbildfunktion. Da sind Kinder in der Halle. Man muss vor dem Gegner Respekt zeigen“, betonte Hofer. Emich war aufgestoßen, dass die Anifer Funktionäre in vielen Aussagen die Austria kritisierten, weil die Violetten nicht am Stier-Turnier teilnehmen konnten. „Aber dennoch muss man sich unter Kontrolle haben. Man kann sich freuen, wenn man gegen Anif das Finale gewinnt, kann doppelt jubeln, weil ein Partner von Red Bull geschlagen wurde, aber nicht mit diesen, für mich eindeutigen Gesten. Das geht im Sport gar nicht“, sagte Hofer.
Emich zeigte am Sonntag auch Einsicht und Reue. „Ich habe mich leider hinreißen lassen. Es tut mir auch leid, aber wir sind alle nur Menschen. Aber ich habe nur die Faust geballt. Wollte damit zeigen, dass man mit der Austria immer rechnen muss“, sagte Emich zu seinem Fehlverhalten. Eine Erklärung hatte der Austria-Trainer aber auch parat: „Die Anifer machen schon seit Wochen Stimmung gegen uns.“ Dass er aus der Rolle gefallen ist, weiß auch Emich. Schade nur, dass wegen Emichs Ausraster die gute Leistung
der Violetten etwas in den Hintergrund rückte. Strauss, Winkler und Huber schossen die Austria zum Hallentitel. „Vor den harten Konditionseinheiten gibt uns der Sieg noch einen zusätzlichen Schub“, betonte Emich.
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