Der Tiroler Strafsenat hat am Dienstag das Urteil über die Absage der Westligapartie zwischen Union Innsbruck und Austria Salzburg gefällt: Die Austria trifft die alleinige Schuld an der Absage. Das Spiel wird deshalb mit 3:0 für die Tiroler gewertet.
Obendrein werden die Salzburger noch mit einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro belegt. Grund für das Urteil ist der nicht erfolgte Kartenvorverkauf der Salzburger an ihre eigenen Fans. Dies war aber eine der Sicherheitsauflagen der Stadt Innsbruck. Die Violetten weigerten sich laut Bescheid von Dienstag den Verkauf an die eigenen Fans durchzuführen, daher sei es auch erst zur Absage gekommen. Naturgemäß anders sieht das Austrias Sportlicher Leiter Gerhard Stöger. Der Funktionär gegenüber rlw.at: „Das mit dem geplanten Vorverkauf war nur ein Vorschlag, aber keine Auflage. Wir sind als Salzburger Verein sicher nicht der Stadt Innsbruck weisungsgebunden.“ Besonders sauer stößt Stöger aber die Geldstrafe auf: „Eine Geldstrafe für ein Spiel zu bekommen, dass gar nicht gespielt wurde, ist weltweit wohl einzigartig.“
Klar ist für die Violetten auch, dass gegen das Urteil Berufung eingelegt werden wird. „Wir werden dieses Urteil mit allen Mitteln bekämpfen, gehen auch bis zum ÖFB. Sonst haben wir im Frühjahr beim Auswärtsmatch gegen Reichenau wieder das gleiche Theater“, bleibt Stöger kämpferisch.
Durch den Einspruch der Salzburger gegen die 3:0-Strafverifizierung zu Gunsten der Tiroler geht der Fall nun in zweiter Instanz vor die Regionalliga-Kommission. Eine endgültige Entscheidung wird somit noch länger auf sich warten lassen.
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