Katalanische Spielphilosophie soll bei Austria Salzburg in der ÖFB-Cup-Vorrunde Samstag gegen Anif erstmals Früchte tragen
Barcelona ist zwar nicht gerade seine Lieblingsmannschaft - die anhaltenden Erfolge des aktuellen Champions-League-Siegers aus Spanien haben Didi Emich aber schwer beeindruckt. So sehr, dass der Austria-Trainer seit Beginn der Vorbereitung seine im Vorjahr erfolgreichen Westliga-Kicker auf die katalanische Spielphilosophie einschwört: "Das ist natürlich ein extrem langer Prozess, bis ein Team ein neues System verstanden hat, es umsetzen kann. Dafür verspreche ich mir auch einiges davon", meint Emich.
Geordneter Spielaufbau, viel Ballbesitz und körperliche Fitness sind die Eckpfeiler des offensiven 4-3-3-Systems. "Es klingt komisch, aber Barcelona spielt von allen Topteams den einfachsten Fußball. Wir wollen den Gegnern unser Spiel aufzwingen. Das geht am leichtesten, indem wir sie gar nicht erst an den Ball lassen!"
Die Austria hält natürlich keinen Messi und Iniesta in ihren Reihen. Ausnahmekicker sind für Emich aber auch nicht zwingend notwendig, um diesen Spielstil umzusetzen: "Jeder muss sich mehr bewegen, noch mehr Meter ohne Ball machen. Damit können die Kontrahenten zermürbt werden!"
Im Test gege Besiktas (1:3) lief das Werkl schon ganz rund, brachte die Austria nach Pavlovic' frühem Führungstreffer (4.) gegen die 70-Millionen-Truppe beinahe ein 1-0 in die Pause. Gegen vermeintlich schwächere Gegner wie Vorwärts Steyr (0:1) gab's allerdings noch einige Probleme in der Zuordnung.
Das erste Mal Früchte tragen soll die neue violette Spielphilosophie bereits morgen beim ersten Saison-Pflichtspiel in der ÖFB-Cup-Vorrunde zu Hause gegen Anif. Einen Vorgeschmack auf das neue Westliga-Jahr gibt's aber schon heute: St. Johann, im Vorjahr Neunter, empfängt mit Neumarkt den Zwölften der Vorsaison.
Violette Chronik![]() |
| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










