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Austria Salzburg in der Presse
Salzburger Nachrichten, 02.01.2010

Beim „Stier“ ist Grödig der Gejagte

Bandenzauber. Der Sieg beim Turnier um den Salzburger Stier führt über Grödig. Austria-Trainer Didi Emich sieht aber einen anderen Favoriten.

Im vergangenen Jahr dominierten die Red Bull Juniors den UFC-PUMA-Hallenfußballcup um den Salzburger „Stier“. Stefan Schwab hatte sich auch mit 12 Toren den Titel des Schützenkönigs gesichert. Bei der 29. Auflage der traditionellen Veranstaltung ist alles anders. Die Juniors kommen mit einem extrem jungen Team, das aus Spielern der BNZ-Mannschaften gebildet wird. Dazu fehlt auch Hallentorjäger Schwab. Coach Gerald Baumgartner verzichtet zur Gänze auf die Kicker, die im Herbst in der Ersten Liga zum Einsatz gekommen waren. Dass die „Kindergartentruppe“ in der Lage ist, den Titel zu verteidigen, ist eher unwahrscheinlich. „Unsere jungen Burschen können schon kicken. Es ist nicht so, dass wir uns verstecken müssen. Wenn wir die Vorrunde überstehen, ist alles möglich“, sagte Baumgartner. 
 
Der Favorit: Erster Sieganwärter ist in diesem Jahr Grödig. Der Tabellenführer der Regionalliga West kommt mit einem Topteam in die Halle. Zwar fehlen mit Berchtold, Celebic, Pfeilstöcker und Winkler einige Stützen, aber auch der Rest ist in der Lage, nach 2008 zum zweiten Mal den „Stier“ mit nach Grödig zu nehmen. „Ich habe schon gute Hallenkicker im Team. Der Spaß am Fußball soll zwar im Vordergrund stehen, aber wenn wir teilnehmen, dann wollen wir gewinnen“, betonte Grödig-Trainer Michael Brandner. Er denkt dabei in erster Linie wohl an Mersudin Jukic. Der Angreifer fühlt sich in der Halle pudelwohl. 
 
Der Herausforderer: Für Thomas Hofer ist Grödig der klare Favorit, aber: „Auch wir wollen diese Trophäe gewinnen. Der Stellenwert dieses Turniers ist sehr hoch, es geht um sehr viel Prestige“, sagte der Anif-Trainer. Bis auf Routinier Andreas Fötschl werden die Anifer in Bestbesetzung antreten. 
 
Der Außenseiter: Ein Vorbereitungsturnier mit Seekirchen und dem SAK hat Austria Salzburg gewonnen. Trainer Didi Emich will dieses Erfolgserlebnis aber nicht überbewerten. „Einige Spieler wie Neubauer oder Urbanek werden für die Meisterschaft geschont, Milic und Cavic dürfen noch urlauben“, erklärte Emich, „aber einen guten Block werden wir sicher auf die Beine stellen.“ Zu den Routiniers Bernd Winkler, Toni Feldinger und Heli Rottensteiner kommen die Youngsters Stefan Federer und Nico Mayer. „Die sind Hallenspezialisten“, betonte Emich, der die Jungbullen auf der Rechnung hat: „Die sind für mich Favorit, körperlich in Topverfassung. Dort ist ja schon jeder 16-Jährige ein Profi.“ 
 
Der Unbekannte: Als Aufsteiger sorgte Neumarkt in der Westliga für Aufsehen. Kann die Truppe von Trainer Sebastian Bachleitner den Schwung auch in die Halle mitnehmen? „Zu den Favoriten gehören wir sicher nicht, aber unsere jungen Spieler sind hungrig“, betonte Bachleitner.
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