Austria Salzburg ist eine Topadresse für jeden Trainer. Die Order: Neues Feuer entfachen, den Profifußball-Traum realisieren. Wer könnte das wohl besser als ein Mann mit violetter Vergangenheit?
Der Rücktritt von Didi Emich bringt bei Austria Salzburg das Trainer-Karussell zum Rotieren. Noch vor der offiziellen Bekanntgabe am Montagnachmittag hatte Gerhard Stöger die ersten Anfragen auf dem Tisch. Über kurz oder lang hat Austrias sportlicher Leiter und nun auch noch Interimstrainer die Qual der optimalen Wahl. Neben der fachlichen wie menschlichen Qualifikation ist auch violettes Herzblut entscheidendes Kriterium. Die Gerüchteküche brodelt. Die "Krone" nimmt in einer spekulativen Vorauswahl fünf mögliche Kandidaten mit Austria-Geschichte unter die Lupe:
Edi Glieder (42): Austria-Spieler von 1996 bis Dezember 2000, weitere Stationen GAK, Schalke, FC Kärnten, Tirol und Pasching. 2006/07 Spielertrainer in Grödig, derzeit Trainer bei Vorwärts Steyr (Regionalliga Mitte). - Glieder liegt in den Gerüchten ganz vorn. Aber kein Gedanke an eine Rückkehr nach Salzburg: "Die Arbeit in Steyr trägt gerade Früchte, der Vertrag läuft bis Saisonende." Der letzte Kontakt? "Liegt Jahre zurück."
Martin Amerhauser (37): 1996 bis '95 und 1999/2000 Austria-Spieler, weitere Station GAK. Derzeit Trainer in Weiz (Steirische Landesliga). - Ein Angebot würde er sich zumindest anhören. "Die Austria wird immer interessant sein, grundsätzlich bin ich für alles offen. Aber mein Lebensmittelpunkt ist klar in Graz, die Entfernung ganz einfach zu groß."
Lars Söndergaard (52): Von 2000 bis 2003 Backe-Co, später violetter Cheftrainer. Stationen danach: Austria Wien, GAK, Wacker, 2008/09 Red Bull-Akademieleiter. Seither wieder in Dänemark: 2009/10 Viberg, seit Mai 2011 Sönderjyske. - Seine Ferienwohnung in Altenmarkt verbindet den Dänen noch immer eng mit Salzburg. "Der Job wäre sicher auch interessant, mit SönderjyskE bin ich aber in der dänischen ersten Liga - und das fix bis 2013."
Peter Assion (52): Letzter Austria-Manager und Kurzzeittrainer vor der Red Bull-Übernahme, 2007 bis '09 Sportdirektor und Interimstrainer bei Burghausen. Für den in Elsbethen beheimateten Deutschen wäre die Austria am naheliegendsten. Aber sein letzter Trainerjob ist schon ein paar Jährchen her. "Ob ich mir das noch mal antue, kann ich jetzt noch nicht sagen. Mit den richten Rahmenbedingungen wär's aber sehr reizvoll."
Miroslav Polak (53): 1988 bis '90 Austria-Spieler, dann ein Jahr Pucher Spielertrainer. Von 1991 bis '96 Nachwuchsleiter und Amateure-Trainer bei den Violetten. Weitere Stationen: St. Johann, Puch. - Mit seiner UEFA-Profi-Lizenz ist Polak fast überqualifiziert, dazu ohne Engagement. "Aber ich bin keiner, der sich anbiedert. Wer mich will weiß, wie er mich findet..."
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










