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Austria Salzburg in der Presse
Salzburger Nachrichten, 15.11.2010

Didi Emich betont: „Die Austria ist kein Verein von Pennern“

Der erfolgreiche Trainer der Salzburger Austria fühlte sich als Sieger und erzählt, warum er sich einen neuen Anzug leistete

Austria Salzburg hat als Aufsteiger alle Erwartungen übertroffen. Das 2:2 gegen die Red Bull Juniors war zum Saisonabschluss die Krönung. Trainer Didi Emich war auch am Sonntag noch sichtlich aufgeregt.

SN: Was war anstrengender: Die Partie gegen die Juniors oder die verdiente Feier?

Emich: Die Nacht war kurz, denn als Vater von zwei kleinen Kindern hieß es am Sonntag schon um 7.30 Uhr Tagwache. Aber diese Feier haben wir uns verdient. Ich fühle mich zumindest als Punktsieger.

SN: Warum, Red Bull war meist spielbestimmend?

Emich: Ich habe das Video immer und immer wieder studiert. Der Referee hat uns klar benachteiligt. Er hat uns ein reguläres Tor nicht anerkannt, dann hätte er Hiden nach der Attacke an Mayer ausschließen und Elfer geben müssen. Für ein weniger hartes Vergehen wurde dann Mayer ausgeschlossen. Das sagt doch alles.

SN: Und Sie hat er noch auf die Tribüne verbannt. Warum?

Emich: Herr Struz neigt dazu, sich in den Mittelpunkt zu stellen. Ich habe nach der Roten Karte für Mayer nur gefragt, was war los?

SN: Wie haben Sie sich dann auf der Tribüne, umgeben von Red-Bull-Fans, gefühlt?

Emich: Zuerst einmal verurteile ich die rassistischen Schmährufe unserer Fans. Aber wie man mich beschimpft hat, war auch nicht gerade fein. Das ist sicher nicht der Stil, den Dietrich Mateschitz befürwortet. Es wird oft mit zweierlei Maß gemessen und nur unsere Fans in ein Eck gedrängt.

SN: Wollten Sie mit Ihrem Outfit ein Zeichen setzen?

Emich: Ja, ich habe mir für dieses besondere Spiel in einem tollen Stadion einen neuen Anzug gekauft. Wir sind ja auch kein Verein von Pennern. SN: Die Austria hat in Unterzahl gespielt und ein 2:2 geholt. Wie ist das möglich?

Emich: Wir waren in einem psychologischen Vorteil. Ich habe der Mannschaft gesagt: Wenn die Juniors jetzt nicht gewinnen, sind sie die Deppen. Viele Mannschaften geben im Kopf auf. Wir nicht. Ich bekomme noch immer eine Gänsehaut, wenn ich an den Ausgleich denke. Aber unsere Fans hätten uns am Samstag auch bei einer Niederlage gefeiert. Das ist eben die Austria.
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