Viel wurde im Vorfeld der Westliga-Saison darüber diskutiert, wo sich Aufsteiger Austria Salzburg einreihen würde. Nach vier Runden lässt sich eine Tendenz ablesen. Als einzige Salzburger Mannschaft ist die Emich-Truppe noch ungeschlagen, knöpfte vor einer Woche sogar Leader Kufstein auswärts einen Punkt ab. In dieser Form ist Violett sogar Titelkandidat.
Heimsiege gegen die Red Bull Juniors und am Samstag gegen St. Johann, dazu Auswärts-Remis in Kufstein und bei Altachs Amateuren: Austria setzte schon eine gehörige Duftmarke in der Westliga. Mit dem Vereinsziel "Klassenerhalt" geben sich wohl die wenigsten Spieler und auch Coach Emich zufrieden. Bis jetzt hat es eher den Anschein, dass Vujic und Co. um den Titel mitreden wollen.
Emich tritt zwar auf die Euphoriebremse, aber er sagt auch: "Wir sind auf einem guten Weg, auch körperlich. Ich sehe immer nur Spieler beim Gegner, die nach 70, 80 Minuten Krämpfe bekommen."
Anifs Coach Hofer, Samstag Derby-Beobachter, sieht einen weiteren riesigen Vorteil: "Mit diesen Fans im Rücken holt jeder 10, 15 Prozent mehr raus." Gegen St. Johann waren es wieder 1250 Anhänger, die Violett zum Sieg "peitschten".
Hinzu kommt, dass die Austria einen sehr starken, ausgeglichenen Kader hat. Hirsch, Reifeltshammer oder Goalgetter Vujic bringen ihre höherklassige Erfahrung mit ein. Der bundesligaerprobte Landesliga-Topscorer Winkler kam verletzungsbedingt etwa noch gar nicht zum Einsatz. Außerdem ist Goalie Huber ein sicherer Rückhalt, fast nur durch Kopfbälle nach Flanken zu überwinden. Und alle haben einen unglaublichen "Biss". "Die Willensstärke ist durch nichts zu ersetzen", betont Emich immer. Und der Wille kann, wie man weiß, sogar Berge versetzen.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










