"Geisterspiel mit zu vielen Geistern" und "Verbrechen am Sport" titelte die Tiroler Tageszeitung nach dem Spiel zwischen Union Innsbruck und Austria Salzburg in der Regionalliga West am 19. April.
"Geisterspiel mit zu vielen Geistern" und "Verbrechen am Sport" titelte die Tiroler Tageszeitung nach dem Spiel zwischen Union Innsbruck und Austria Salzburg in der Regionalliga West am 19. April. Damit fand eine Lehrstunde in Sachen Kampagnenjournalismus einen würdigen vorläufigen Abschluss, schließlich hatte die Regionalzeitung bereits im Vorfeld der Begegnung ausführlich über das "Geisterspiel der Schande" polemisiert.
Zur Vorgeschichte: Das Spiel hätte bereits im vergangenen Herbst stattfinden sollen, wurde aber aufgrund befürchteter Ausschreitungen zwischen Wacker-Innsbruck-Fans und Austrianern abgesagt. Da ein Ausschluss der Gästefans durch das verfassungsrechtlich verankerte Diskriminierungsverbot nicht gedeckt ist, beschloss der Verein, gleich alle Zuschauer auszusperren.
Zu Ausschreitungen kam es nicht. Einzig akkreditierten Journalisten, Vereinsfunktionären und einem violetten Transparent wurde Einlass ins Stadion gewährt. Dennoch hielt die TT an ihrem Abgesang auf den Regionalligafußball fest. Als Aufhänger dienten ihr neben dem Transparent "provozierende Salzburg-Funktionäre" und die rund 40 mitgereisten Fans, die das Match von einer nahe gelegenen Mauer außerhalb der festgelegten Sicherheitszone aus verfolgten. Einen entspannteren Umgang mit dem Spiel zeigte die Salzburger Mannschaft, die sich nach Spielende bei den Fans für die Unterstützung bedankte.
Ballester #62, Mai/Juni 2011
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










