Der Tiroler Club will für die Sicherheitskosten von 9000 Euro nicht aufkommen, die Austria zahlen lassen - Windischbauer:
Das Hickhack um die violetten Fans ist um ein Kapitel reicher! Die Austria wird dieser Tage eine 9000-Euro-Rechnung aus Kufstein erhalten. Das sind die Kosten, die für die Sicherheitsvorkehrungen entstanden sind, welche die Tiroler nicht tragen wollen. Im „Krone“-Interview nimmt Austria-Obmann Walter Windischbauer zum mutigen Vorhaben Stellung.
Herr Windischbauer, Kufstein-Präsident Herbert Gartner schickt ihnen eine 9000-Euro-Rechnung für entstandene Polizei-Kosten beim Spiel am Samstag in Tirol. Wie fällt ihre Reaktion aus?
„Wenn wir tatsächlich eine erhalten, schicken wir sie nach Kufstein zurück. Ihr Vorhaben entbehrt jeder rechtlichen Grundlage!“
Kann der Punkt in der ÖFB-Rechtspflegeordnung, der besagt, dass Gästeteams zur Kasse gebeten werden können, Probleme bereiten?
„Meines Wissens nicht. Kufstein hätte definitiv im Vorfeld der Partie um eine Sicherheitsleistung, also eine Kaution des Gästeteams ansuchen müssen. Das wurde aber nicht getan.“
Wie beurteilen Sie generell die hohe Summe?
„Ich frage mich, wie die 9000 Euro entstehen! Ich habe insgesamt im Stadion nicht mehr als 15 Polizisten gesehen. Genauso viele wie Wacker Innsbruck Fans, die mit dieser Partie nichts zu tun hatten. Unsere geschätzt 200 Fans haben sich absolut korrekt verhalten. Warum eine Rechnung für 70 Polizisten gestellt wurde, ist mir unerklärlich!“
Angst vor einem Präzedenzfall, der Teams mit großem Fan-Anhang bei Auswärtsspielen finanziell belasten könnte, haben Sie nicht?
„Nein. Außer man will den Fußball umbringen. Aber ich glaube auch nicht, dass der ÖFB hier mitmachen würde. Man müsste nur endlich bei der Terminplanung Acht geben. Dann müssten wir uns nicht mit dem Thema beschäftigen.“
Interview: Valentin Snobe
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