Die Geschichte ist sattsam bekannt. Als Red-Bull-Boss Didi Mateschitz im April 2005 von Präsident Rudi Quehenberger den Fußballbetrieb bei der Austria übernahm, war dies das Ende violetter Traditionen im Kleßheim. Die eingeschworene Fan-Gemeinde nahm den Verlust ihrer fußballerischen Heimat aber nicht tatenlos hin: Noch im Oktober des selben Jahres wurde der SV Austria Salzburg ins Vereinsregister eingetragen mit dem Ziel, den Namen auch mit einer Mannschaft neu zu beseelen. Der Plan, sich mit dem Polizeisportverein zu arrangieren und damit in der 1. Landesliga Fuß zu fassen, schlug fehl.
Doch das erwies sich im Nachhinein betrachtet als Glücksfall. Denn so waren die Austrianer förmlich gezwungen, einen eigenständigen, unabhängigen Weg zu beschreiten. Mit einem Team, mit dem sie sich voll und ganz identifizieren konnten. Der 14. Juni 2006 ging als Geburtsstunde der neuen violetten Ära in die Vereinsannalen ein.
Versteckt in der untersten Leistungsstufe, der 2. Klasse Nord A, begann der sportliche Neustart – aber nicht bei Null: Aus ganz Österreich boten sich dem rührigen sportlichen Leiter Gerhard Stöger Fußballer an, wollten mit Coach Gustl Kofler ihren Beitrag zu Austrias Auferstehung leisten. Am Ende trennten die Violetten 18 Zähler von der Konkurrenz.
Den ersten Meilenstein folgte der Titel der 1. Klasse fast ebenso souverän und nach Mario Schleindl, Torjäger der ersten Stunde, schnappte sich Mario Lenz die Liga-Torkrone.
In der 2. Landesliga wurde der Siegeszug zunächst unter Coach Miro Bojceski, ab dem Frühjahrsstart unter Didi Emich fortgesetzt. Mersi Jukic schoss die Violetten mit 28 Toren fast im Alleingang in die 1. Landesliga hoch.
Abgehakt war das Kapitel Durchmarsch damit jedoch nicht: Vor Wochenfrist gelang in Hallein der jüngste Streich. Zur Bestätigung wurde gestern zum Saisionkehraus ASK/PSV daheim mit 5:0 weggeschossen.
Mit zwei Treffern erhöhte Gerhard Winkler sein Torkonto auf 23, teilt sich so die Torkrone mit dem Ex-Pinzgauer Robert Fekete. Führung, Team und Fans hatten bei der gestrigen Meisterehrung mithin genug Grund zum ausgelassenem Feiern. Der Aufstieg in die Westliga ist der vorläufige Höhepunkt der violetten Erfolgsstory. Nur noch eine Stufe trennt die Austria vom ganz großen Ziel, der Rückkehr zum bezahlten Fußball.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |









