20 Kilometer laufen, 80 Längen schwimmen und noch einmal 20 Kilometer laufen. Vor der Hallenkür quälte Austria-Trainer Gustl Kofler seine Kicker.
Spaßfußball der Marke Kofler zeigte Austria Salzburg in der Vorrunde beim UFC-PUMA-Hallenfußballcup um den „Salzburger Stier“. „Dahinter steckt aber harte Arbeit. Wir haben nichts dem Zufall überlassen“, erklärte Kofler.
Seit vier Wochen schindet der ehemalige Austria-, ASK- und SAK-Profi seine Schützlinge. Und die ziehen mit, zwar manchmal mit Murren, aber sie laufen, so lange sie die Füße tragen. Das Programm hat es in sich: Jeden Montag wird eine Strecke von ungefähr 20 Kilometern zurückgelegt. Dienstag steht ein Hallenbadbesuch auf dem Programm. Zur Erholung? Gewaltig geirrt. „80 Längen zu je 25 Meter zu schwimmen kostet ordentlich Kraft“, erzählt Kofler. Zum Abschluss geht es am Mittwoch noch einmal über 20 Kilometer. „Dann haben sich alle die viertägige Pause verdient.“
Kein Wunder, dass die Violetten beim Stier-Turnier vor Kraft strotzten und souverän die Finalrunde am Sonntag erreichten. „Wir kommen auch ins Endspiel“, sagte Kofler. Das klingt kühn, ist aber keineswegs als Überheblichkeit zu betrachten. Die Austria ist in diesem Jahr stark genug, den Stier zu holen. Drei Gründe sprechen dafür, dass man die Nachfolge von Neumarkt antritt:
✩ Beim 2:2 gegen den Turnierfavoriten Grödig sah die Kofler-Crew, dass sie auch mit einem Westligisten körperlich und spielerisch mithalten kann.
✩ Die Euphorie im Team ist fast grenzenlos. Jeder ist heiß auf die Spiele, will zeigen, was in ihm steckt.
✩ Auch am Finaltag werden tausend violette Fans ihre Austria stimmgewaltig unterstützen.
Der Hallencup ist ein Heimspiel für die Austria. „Diese Fans, die uns nach vorn treiben, sind einzigartig. Es ist für jeden meiner Spieler ein Erlebnis, vor dieser Kulisse spielen zu dürfen. Da werden Kräfte frei“, betonte Kofler. Aber es sind nicht nur die Fans allein, die die Austria zu einem Mitfavoriten gemacht haben. Der bullige Angreifer Oliver Trappl, den alle nur liebevoll „Obelix“ nennen, verschaffte sich mit einigen Gewaltschüssen bereits Respekt bei den Torhütern. Neuerwerbung Lubo Neubauer trägt nicht umsonst das Leibchen mit der Nummer zehn. Der quirlige Techniker hat Spielmacherqualitäten. Kein Wunder, dass Kofler strahlte. Tolle Fans, tolle Spiele – die Austria begeisterte Freund und Feind und wird es mit Sicherheit auch am Finaltag tun.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










