Zweiter Aufstieg im zweiten Jahr: Doch auch die 2. Landesliga soll für Austria Salzburg nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach oben sein.
Der Druck von Meister-T-Shirts ist für den Lieferanten von Austria Salzburg ein sicheres Geschäft: Nach dem Titel in der 2. Klasse im Vorjahr feierten Samstag Nachmittag an die 2500 violette Fans in Maxglan den nächsten Titel und viele präsentierten sich dabei schon im aktuellen Meisterdress.
Und der dritte Titel en suite ist schon fix eingeplant: Denn auch die 2. Landesliga, in die die Austria jetzt aufgestiegen ist, soll nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zurück sein. Zwar versuchte Obmann Gernot Blaikner ein bisschen zu beschwichtigen („Eine g’mahte Wiese ist der Titel in der zweiten Landesliga noch lange nicht“), doch der Tritt auf die Euphoriebremse ist ihm im randvollen Festzelt wahrlich nicht gelungen. Denn auch er arbeitet an der Rückkehr der Violetten in den bezahlten Fußball, sprich: Red-Zac-Liga. Dafür wären noch drei Titel notwendig.
Vom Budget her präsentiert sich die Austria im kommenden Jahr schon über den meisten Landesligisten: Mit rund 200.000 Euro werden die Salzburger in die Saison gehen, man hat aber auch deutlich mehr Kosten als alle anderen Klubs: „Wir zahlen 40.000 Euro im Jahr Pacht für den Platz, jeder andere Klub im Land bekommt die Sportstätte von der Gemeinde gratis zur Verfügung gestellt“, sagt Blaikner. Dafür planen die Violetten langfristig in Maxglan, bis 2010 ist der Vertrag abgeschlossen, weitere drei Jahre Nutzungsrecht kann man als Option jederzeit ziehen. Geht die Fan-Euphorie so weiter, wird man auch aktiv werden müssen. „Mein Ziel ist ein Stadion für 5000 bis 6000 Zuseher, vergleichbar mit Ried. Das müsste ja auch im Sinne der Stadt Salzburg sein.“ Gedacht ist auch an eine zweite überdachte Tribüne in Maxglan. „Aber das ist alles noch ganz ferne Zukunftsmusik.“
Zwei bis drei gezielte Neuzugänge soll Trainer Bojceski bekommen, einer davon ist mit Gerhard Struber (31) auch ein Mann, der schon mit den Violetten in der Bundesliga (1998/99, 2000/2001) war. Und noch ein Ur-Violetter kehrt zurück: Kniespezialist Peter Lechenauer, Mannschaftsarzt in Europacup-Tagen, wird ab der kommenden Saison wieder Vereinsarzt. Der war Samstag von der Meisterfeier sichtlich überwältigt: „Das war eine Stimmung wie einst in den Europacup-Tagen.“
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