Interview. Marko Vujic erwartet gegen Wattens einen Heimsieg und hat mit Austria Salzburg die Top 3 der Fußball-Westliga im Visier.
Ein Topspiel jagt das andere. Nach Dornbirn (3:1) und Anif (2:0) wartet auf Austria Salzburg heute, Samstag (17 Uhr), mit Wattens der nächste Westliga-Titelanwärter. Die Violetten vertrauen auf ihre Heimstärke – und auf Torjäger Marko Vujic. Der 27-Jährige hat in dieser Saison bereits 18 Treffer erzielt und ist damit auf dem besten Weg zur Torjägerkrone. Was sich Vujic für das Heimspiel gegen Wattens erwartet, wie er sich den aktuellen Erfolgslauf erklärt und warum ein Aufstieg in den Profifußball für die Austria zu früh kommen würde, verrät der Mittelstürmer im SN-Interview.
SN: Die Austria hat mit Dornbirn und Anif zuletzt zwei Titelanwärter bezwungen. Ist nun auch Wattens (Tabellen-2., Anmerkung d. Red.) fällig?
Vujic: Wir haben momentan einen super Lauf und treten mit sehr viel Selbstvertrauen auf. Natürlich wollen wir unsere Serie fortsetzen und auch gegen Wattens gewinnen.
SN: Wie erklären Sie sich die Leistungssteigerung im Vergleich zur Herbstsaison?
Vujic: Einerseits haben wir in der Winterpause sehr gut gearbeitet. Andererseits haben im Herbst viele Automatismen noch nicht so gut funktioniert. Wir sind jetzt besser eingespielt, dazu kommt die für einen Amateurverein auffallend gute körperliche Fitness.
SN: Sie haben in 23 Runden
18 Tore erzielt und sind Führender der Westliga-Schützenliste. Wie viele Saisontore haben Sie sich zum Ziel gesetzt?
Vujic: Ich habe aufgehört, mir solche Ziele zu setzen. Ich möchte diese Quote natürlich halten. Wichtiger als meine Tore ist aber der Erfolg der gesamten Mannschaft.
SN: Wo sehen Sie die Austria am Ende der Saison (derzeit
Tabellen-5., Anmerk.)?
Vujic: Wir haben uns jetzt an die Tabellenspitze herangetastet. Ich denke, ein Platz unter den Top 3 ist für uns realistisch. Das Spiel gegen Wattens ist in dieser Hinsicht sicherlich richtungsweisend.
SN: War es aus jetziger Sicht ein Fehler, dass Austria Salzburg nicht um eine Profilizenz angesucht hat?
Vujic: Das glaube ich nicht. Es war von der Vereinsführung sehr wohl durchdacht, denn ein Aufstieg käme für die Austria heuer zu früh. Für den Schritt in den Profifußball gehören mehr Faktoren dazu als das Sportliche. Auch was das Finanzielle und die Infrastruktur betrifft, müssen die Hausaufgaben gemacht werden.
SN: Sie stehen nicht zuletzt wegen ihrer 18 Saisontore in die Notizblöcken einiger österreichischer Profiklubs. Wie sieht Ihre persönliche Karriereplanung aus?
Vujic: Die Austria ist grundsätzlich mein erster Ansprechpartner. Aber man weiß nie, was kommt. Es finden derzeit Gespräche statt, ich höre mir das alles an und werde danach eine Entscheidung treffen. Aber ich weiß auch, was ich an der Austria habe. Hier kann ich den Fußball und mein Sport- und Eventmanagementstudium unter einen Hut bringen.
SN: Die gesamte Saison war gekennzeichnet von diversen Nebengeräuschen, sei es die Diskussion um das von der Austria geplante Stadionprojekt in Liefering oder den Eklat rund um das „Geisterspiel“ bei Union Innsbruck. Welchen Einfluss hat das alles auf einen Spieler?
Vujic: Es sind schon Störfaktoren. Vor allem die Sache in Innsbruck war ärgerlich, wie wir uns dort anpöbeln lassen mussten. Anstatt auf die Austria zu schimpfen sollte man froh sein, dass es noch Vereine gibt, die eine Fankultur und viele Zuschauer haben.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










