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Austria Salzburg in der Presse
Salzburger Nachrichten, 31.03.2008

Ein Schleindl und drei Punkte

Die Salzburger Austria gewinnt vor 1800 Fans das Topspiel der 1. Klasse Nord beim FC Bergheim und darf für die nächsthöhere Spielklasse planen.

Die Reste des Winters tauten neben dem Spielfeld schmutzig weiß vor sich hin, doch die lange Winterpause steckte den Akteuren noch kräftig in den Knochen. Nur mühsam kamen der FC Bergheim und Austria Salzburg im wohl schon vorentscheidenden Spiel in der 1. Klasse Nord aus den Startlöchern. Und auch der dritte Hauptdarsteller bei den Spielen der Violetten, die Austria-Fans, hatte seine Anlaufschwierigkeiten in Sachen Choreografie. Solche Spiele werden meist durch eine Sonderleistung entschieden und so war es auch Samstag: Zwei sehenswerte Tore von Mario Schleindl (12., 70.) machten beim 2:1-Sieg der Austria den zählbaren Unterschied aus.
 
Die Bergheimer waren an diesem Nachmittag nur wirklich 15 Minuten vorhanden: Nach Seitenwechsel, als Trainer Popowicz zwei Wechsel vornahm und in der Kabine wohl auch die richtigen Worte gefunden hat, marschierten die Gastgeber mutig nach vorn, brachten die Salzburger Hintermannschaft in Verlegenheit und markierten durch Mittendorfer (49.) auch den Ausgleich. Ansonsten machte man sich durch viele Fehlpässe – vor allem im Spielaufbau – das Leben selbst schwer. Schade, denn diese Mannschaft kann eigentlich mehr. Bester Bergheimer war Keeper Ifet Abidjanovic, der aus den ständigen Wortgefechten mit Salzburg-Fans offenbar den nötigen „Kick“ für eine Topleistung bezogen hat.
 
Die meisten der 1200 mitgereisten violetten Anhänger staunten übrigens nicht schlecht, als der sportliche Leiter Gerhard Stöger den im Herbst überragenden Mario Lenz zu Beginn auf der Bank ließ. Nur Stöger selbst verstand die Verwunderung nicht: „Wir haben 23 Spieler im Kader, von denen nur 16 auf den Spielbericht kommen und elf beginnen können. Und für die ersten elf Plätze haben sich im Training andere aufgedrängt.“
 
Dass nach dem Austria-Sieg beim ersten Verfolger und der zeitgleichen 1:3-Niederlage der Halleiner der Titelkampf gelaufen ist, will Gerhard Stöger auch nicht hören: „Die Meisterschaft ist lang und wir haben nächsten Samstag gleich das nächste Schlagerspiel gegen Hallein. Gelaufen ist da noch gar nichts.“
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