Pfiffe. Einen netten Nachmittag wird Mersudin Jukic beim SAK-Turnier nicht erleben. Sein Wechsel von der Austria zu Grödig erhitzte die Gemüter.
In der vergangenen Saison hatte Mersudin Jukic mit seinen Toren maßgeblichen Anteil daran, dass Austria Salzburg den Titel holte und den Aufstieg in die Fußball-Landesliga schaffte. Jukic mutierte zum Violetten Publikumsliebling und soll angeblich mündlich zugesagt haben, weiter für Violett zu kicken.
Es war einmal und es war einmal schön. Mittlerweile ist aus dem Publikumsliebling eine Reizfigur für alle violetten Fans geworden. Jukic entschied sich nämlich der Austria den Rücken zu kehren und wechselte zum Westligisten aus Grödig. Heute, Samstag, sind sowohl die Grödiger als auch Austria Salzburg neben Anif und Gastgeber SAK beim Jubiläumsturnier der Nonntaler (Sportzentrum Mitte ab 13.30 Uhr) dabei. Durch den Spielmodus jeder gegen jeden kommt es auch zum brisanten Duell Grödig gegen die Austria. Die Austria-Fans werden dem Abtrünnigen keinen schönen Empfang bereiten. Jukic muss mit Missfallskundgebungen von der ersten Turnierminute an rechnen.
Es liegt an der Vereinsführung der Austria, schon im Vorfeld des Turniers dafür zu sorgen, dass es nicht zu einem Eklat kommt. Pfiffe wird Jukic schon verkraften, alle anderen Anfeindungen sind schwer zu verurteilen. Jukic hat schließlich nichts anderes getan, als den Verein gewechselt. Auch Austria-Trainer Didi Emich sieht die Lage nicht anders. „Das Kapitel Jukic ist abgeschlossen. Dass unsere Fans verärgert sind, ist zu verstehen. Aber es darf nicht zu Angriffen kommen. Pfiffe wird er schon aushalten“, meinte Emich.
Korrekt verhalten
Grödig-Manager Christian Haas kennt keinen Grund, Jukic den Gang ins Nonntal zu ersparen. „Wir haben drei Spiele und der Trainer wird entscheiden, in welchen Jukic zum Einsatz kommt“, sagte Haas. Er wisse nicht, was Jukic der Austria versprochen hat. „Aber wir haben uns nach den Regeln verhalten“, sagte Haas und hofft, dass die Vernunft siegen wird.
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