Sensation. Nach genau einem Jahr kassierte Austria Salzburg wieder eine Niederlage – 0:2 im Pinzgau. Attacke auf Fanbetreuer.
Der FC Pinzgau Saalfelden hat die unglaubliche Serie der Salzburger Violetten gestoppt: Mit einem letztlich verdienten 2:0 (0:0) beendeten sie eine atemberaubende Serie: Seit dem 20. September 2008 (damals 0:1 in Bürmoos) war die Austria in der Meisterschaft ungeschlagen und das Gefühl der Niederlage in Punktespielen kannte auch Austria-Coach Didi Emich noch nicht.
Die Pinzgauer siegten am Ende dank einer taktischen Glanzleistung auch ohne Torjäger Fekete. Die Gastgeber schläferten das Spiel über weite Strecken ein und hatten damit Erfolg. Dazu waren erst Cavic und dann Winkler beim dunkelhäutigen Pinzgau-Abwehrchef Tony Chinemelum völlig abgemeldet, den Rest fing der ebenso überragende Keeper Wolfgang Kraker ab. Als den Gästen die Zeit davonzulaufen begann, schalteten die Pinzgauer auf Konter um und trafen durch Tosic zum 1:0 (73.). Bitter: Lubo Neubauer schied kurz danach mit Muskelfaserriss aus und wird länger fehlen.
Im Finish wurde es hektisch: Erst traf Rottensteiner nur die Querlatte, im Gegenzug besorgte Benedek das 2:0 (90.). Als es dann einige Saalfeldener Spieler lustig fanden, die 800 violetten Fans mit Gesten zu provozieren, eskalierte die Situation: Rund zwei Dutzend Fanatiker stürmten auf das Spielfeld, wurden aber von den eigenen Spielern „abgefangen“. „Egal, was passiert, so eine Reaktion der Fans ist nicht zu akzeptieren“, meinte ein wütender Salzburg-Coach Emich danach.
Nicht genug damit: Austria-Vorstandsmitglied und Fanbetreuer Thomas Karl wurde von einem „Fan“ der Austria attackiert. Der Klub sucht jetzt in den nächsten Tagen die Gespräche – auf Vorstandsebene und mit den Fans.
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