Am Feld sind die Austrianer dank vier Meistertiteln in Serie das Feiern schon gewöhnt, in der Halle gab es gestern eine violette Premiere: Im Finale gegen Favorit Anif holte sich die Emich-Truppe erstmals den Salzburger Hallentitel. Trappl hexte im Tor - Huber, sonst in der Westliga der "Einser", durfte stürmen und sagte dafür mit dem entscheidenden 3:1 Danke.
Nach dem gegen den SAK knapp verlorenen Stier-Finale blieb Titelfavorit Anif auch in der Hallenlandesmeisterschaft nur der Vize. In einem offenen Schlagabtausch wuchsen beide Keeper über sich hinaus. Anifs Ebner parierte Schüsse von Strauss und Kletzl, hatte einmal auch Lattenhilfe - im Austria-Tor zeichnete sich Trappl gegen Hübl und Katnik aus. Erst nach 15 von 20 Final-Minuten brach Hübl den Bann. Doch die Violetten konterten mit dem prompten Ausgleich durch Strauss, Winkler gelang der Führungstreffer. Für die endgültige Entscheidung aber sorgte in der Schlussminute unter dem Jubel der Austria-Fans einer, der in der Westliga normalerweise das Tor hütet: Stefan Huber.
Die violetten Kicker nach mattem Turnierstart (2:2 gegen Eugendorf 1b, nur 1:0 gegen St. Johann) im Finale also hui. Ein Pfui verdiente sich nur Coach Didi Emich - für die gegen die Anifer Anhängerschaft gerichtete provokant unsportliche Gestik.
Überraschung im Kampf um Bronze: Berndorf schlug Eugendorf nach einem 2:2 im Penaltyduell. Goiginger verschoss, Strasser verwandelte. Damit blieb die zuvor sehenswerte Performance des Salzburgligisten sowohl gegen Austria in der Gruppe (1:2) als auch gegen Anif im Kreuzspiel (2:3) unbelohnt.
Enttäuschend war das St. Johanner Abschneiden als Fünfter. Erwin Keil blieb als Trost nur die Torjägerkrone. Sechs seiner acht Treffer schoss er beim abschließenden 9:1 über Golling...
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