Sturmlauf. Austria-Coach Didi Emich will seine Violetten auch im Frühjahr stürmen lassen. „Es kann ja bisher nicht alles schlecht gewesen sein.“
49 Tore hat die Salzburger Austria in der Herbstmeisterschaft der Landesliga geschossen, das macht bei 15 Spielen im Schnitt genau 3,26 Tore pro Match. Zählt man noch die Tore im Cup dazu, dann kommt man überhaupt auf einen Schnitt von 3,94 Toren.
Doch mit seiner auf bedingungslose Offensive ausgerichteten Taktik hat sich Salzburgs Trainer Didi Emich nicht nur Freunde geschaffen. Viele Fans kritisieren vor allem die extrem hoch an der Mittellinie agierende Abwehrreihe, die permanent auf Abseits zu spielen versucht. Und nach dem herben 2:6 (2:3) in der Vorbereitung gegen Neumarkt wunderten sich auch einige Neumarkter Funktionäre über den außergewöhnlichen Offensivdrang.
Aber Emich wäre nicht Emich, würde er nicht seiner Linie treu bleiben. „Wir spielen auch im Frühjahr mit dieser Taktik“, gab er vor dem Auftaktmatch am kommenden Samstag in Maxglan gegen Straßwalchen (15 Uhr) aus.
„Seit ich bei der Austria Trainer bin, haben wir einen Schnitt von 3,05:1 Toren pro Spiel. Da kann ja bisher nicht alles schlecht gewesen sein“, sagt er. Für ihn überwiegen die Argumente für einen Sturmlauf ganz klar. „Die Verteidiger sind in dieser Leistungsstufe nicht gewohnt, dass sie so unter Druck kommen, da entstehen zwangsläufig Fehlpässe“, sagt Emich, der auch die überraschend klare Abfuhr bei Neumarkt nicht überbewerten will. „In der ersten Halbzeit waren wir die stärkere Mannschaft und hätten auch führen müssen, in der zweiten Halbzeit habe ich nur mit einer besseren Nachwuchself gespielt.“
Für die Offensive hat er mit Taboga und Vasilj jetzt zwei weitere Kräfte dazubekommen. „Wir haben Vasilj die Möglichkeit geboten, sich bei uns im Frühjahr in die Auslage zu stellen. Er ist normal kein Spieler für die Landesliga, das ist uns bewusst und das birgt auch die Gefahr, dass er nach einem guten Frühjahr abgeworben wird.“ Zuletzt litt der frühere Zweitliga-Kicker an einem Kreuzbandriss. „Ihm fehlt noch ein bisschen die Spielpraxis, aber körperlich ist er schon auf der Höhe.“ Auch Bernd Winkler, der im Herbst 16 Tore für die Austria markiert hat, erholt sich von seiner Knöchelblessur.
Noch stolzer als auf die Torbilanz ist Emich nur noch auf die Fair-play-Wertung. Keine einzige rote Karte in der Saison spricht für Disziplin. „Obwohl auf der Bank ein Psycho sitzt“, sagt Emich scherzhaft in Anspielung auf seine Vergangenheit, in der er der Schrecken aller Schiedsrichter war.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










