Trainerdebüt. Didi Emich tritt bei Austria Salzburg die Nachfolge von Miro Bojceski an. Für die Violetten hatte der 41-Jährige 1992 in der Bundesliga gekickt.
Drei Tage vor dem UFC-Puma Hallencup in der Sporthalle Alpenstraße verpflichtete Austria Salzburg einen neuen Trainer. Didi Emich, der in der Saison 1992/93 für die Violetten sieben Bundesligaspiele absolviert hat, tritt die Nachfolge von Miro Bojceski an. „Didi ist ein Mann mit Ecken und Kanten. Er war immer mein Wunschkandidat“, betonte der sportliche Leiter des Tabellenführers der 2. Landesliga Nord, Gerhard Stöger.
Nachdem Emich seine Tätigkeit als Scout für Red Bull Salzburg im April 2008 beenden hatte müssen, ist der ehemalige torgefährliche Angreifer „heiß auf das Arbeiten“. Im Gespräch mit den SN verriet Emich, der am 19. Jänner seine Tätigkeit bei den Violetten aufnehmen wird, seine Ziele: „Ich will zurück in den Profisport und glaube, dass das mit der Austria möglich ist. Das erste Ziel ist der Aufstieg in die Landesliga. Man kann zwar im Fußball nichts programmieren, aber im Verein ziehen alle an einem Strang, um möglichst weit nach oben zu kommen.“
Trap, Wenger, Rangnick
Emichs Vertrag läuft eineinhalb Saisonen: „Ich möchte aber längerfristig etwas aufbauen. Was Georg Zellhofer mit Pasching geschafft hat, das sollte auch mit der Austria möglich sein.“ Der 41-Jährige hat nach Beendigung seiner Karriere die Trainerausbildung zur UEFA-A-Lizenz in München und Köln beim deutschen Fußballbund absolviert. „Sein Fachwissen ist enorm“, betonte Stöger.
Emich sieht seine weitere Zukunft auch auf der Trainerbank: „Es kann einem nichts besseres passieren, als bei Austria Salzburg sein Trainerdebüt zu feiern. In diesem Club herrscht in Salzburg die meiste Leidenschaft. Es muss uns gelingen, mit unseren Leistungen die vielen Sponsoren, die brach liegen, zu gewinnen.“
Jung, aufstrebend, ehrgeizig und manchmal auch eigensinnig – Emich wird sich von seinem Weg durch nichts abbringen lassen. „Er ist eine Persönlichkeit, die seine Vorstellungen umsetzen will, daher haben wir ihn auch verpflichtet“, meinte Stöger. Durch seine langjährige Tätigkeit als Scout kennt Emich den Weltfußball bestens. Ob in Brasilien, Spanien, England, Deutschland oder Italien: Emich hat in den größten Stadien der Welt Spiele und Talente beobachtet. Welche Trainer sind seine Vorbilder? „Die menschliche Größe von Giovanni Trapattoni hat mich beeindruckt.
Mit Trap in Salzburg zu arbeiten war ein Erlebnis. Bei Arsenal-Trainer Arsène Wenger imponiert mir, wie er Fußball spielen lässt, One-Touch-Fußball. Wie er junge Spieler zu internationaler Reife formt, ist einzigartig. Ralf Rangnick hat mich während eines Lehrgangs durch sein Fachwissen beeindruckt. Er beweist in Hoffenheim, dass große Trainer nicht unbedingt große Fußballer gewesen sein müssen.“
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










