Stadtderby. Ein Ex-Violetter führt die Red Bull Juniors heute gegen Austria Salzburg an. Im „Fall Hall“ konnte keine Lösung gefunden werden.
34 Bundesligaspiele im Trikot von Austria Salzburg hat Manfred Pamminger bestritten, ehe er ab 2002 auf Wanderschaft durch Fußball-Österreich ging und seine Schuhe für Braunau, Austria Lustenau, Pasching, Schwanenstadt, Altach, Grödig und Anif schnürte. Heute, Freitag (18.30, Maxglan), trifft der 33-Jährige mit den Red Bull Juniors auf eine andere Austria als damals. Und wichtiger als die Brisanz dieses besonderen Duells ist dem Routinier seine Rolle als Leithammel in einer ganz jungen Truppe: „Es ist mehr los als sonst und der Lärmpegel höher. Aber jeder freut sich gerade auf solche Partien.“
Genauso sieht es sein Trainer Gerald Baumgartner: „Die Austria-Fans machen hervorragend Stimmung. Das ist ein guter Erfahrungswert für so junge Spieler, einmal vor einer solchen Kulisse bestehen zu müssen.“ Zehn Spieler seines Kaders, so rechnet Baumgartner vor, gehören dem Jahrgang 1994 an, einer sogar 1995. Die in der Westliga daheim noch ungeschlagenen Violetten könnten hingegen auf einen Stamm zurückgreifen, der seit der Vorsaison, als die Duelle mit den Juniors 2:1 und 2:2 endeten, nahezu unverändert geblieben ist. „Die Austria wird ein gewichtiges Wort bei der Titelvergabe mitreden. Wir sind klarer Außenseiter in diesem Spiel. Aber gewinnen wollen wir natürlich trotzdem“, unterstreicht Gerald Baumgartner. „In den bisherigen zwei Ligapartien haben wir uns schon gut präsentiert. Es sind nur zu wenige Punkte dabei herausgekommen.“
Gestandene Austrianer gegen eine Red-Bull-„Kinderelf“, davon will Didi Emich nichts hören: „Sie könnten auch noch die U20-WM-Teilnehmer Meilinger, Teigl und Offenbacher aufbieten. Aber egal, wie jung oder alt – bei Red Bull wird unter Profibedingungen gearbeitet“, betont der Austria-Trainer. „Sie kennen sich seit den Nachwuchsklassen, sind also mindestens so gut zusammengespielt wie wir.“ Zudem seien seine berufstätigen und studierenden Kicker zuletzt arg belastet gewesen: „In wenigen Tagen haben wir 1800 Kilometer zu den Spielen in Hard, Parndorf und Tamsweg zurückgelegt.“
Hall – Austria abgesagt
Eine weitere Reise bleibt der Austria erspart: Denn seit Donnerstag steht endgültig fest, dass das für Montag geplante Spiel beim SV Hall nicht stattfinden wird. Paradox dabei: Hintergrund der enorm teuren Sicherheitsauflagen war die Sorge, dass „Fans“ von Wacker Innsbruck auftauchen, um so wie zuletzt bei einem ÖFB-Cupspiel von Wacker in Wien zu randalieren.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










