Wiedersehen. Stürmer Patrick Mayer kehrt zur Salzburger Austria zurück. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Nico soll er der Austria beim Aufstieg in die zweite Liga helfen.
Patrick Mayer kickte bereits im Nachwuchs für die Salzburger Austria. Nach einem kurzen Abstecher in der Akademie der Wiener Austria in Hollabrunn wechselte er mit 16 Jahren zu Vitesse Arnheim nach Holland. Dort blieb er über drei Jahre. "Als ausländischer Spieler hatte ich es dort extrem schwer, weil auch die Kosten höher waren", erinnert sich Mayer.
Nach seiner Rückkehr nach Österreich spielte der heute 24-Jährige drei Saisonen für Altach in der Bundesliga. Schließlich holte ihn Heimo Pfeifenberger in der Saison 2008/09 zum SV Grödig. Anfangs lief es nach Wunsch, Mayer erzielte zahlreiche Tore im Dress der Flachgauer. Doch Anfang 2010 kam es zum Bruch zwischen Trainer Pfeifenberger und Mayer. Es gab immer wieder Kontroversen, vor allem was das Gewicht des Stürmers betraf. "Ja, es stimmt schon, ich habe vielleicht ein paar Kilo zu viel auf den Rippen. Die versuche ich in der Vorbereitung wegzubekommen", erklärt Mayer.
Nach einem halben Jahr beim USK Anif und sieben Treffern für die Flachgauer kehrt er nun zur Austria zurück. "Nachdem niemand wusste, wie es in Anif weitergeht, war für mich sofort klar, dass ich zur Austria wechsle. Das war auch schon immer ein Wunsch von mir, eines Tages wieder in Violett zu spielen." Bei der Austria trifft er auf seinen drei Jahre jüngeren Bruder Nico - mit dem er zuvor noch nicht zusammengespielt hat. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Nico eine feine Technik besitzt und im Mittelfeld die Fäden zieht, ist Patrick ein Brechertyp, der den Abschluss sucht. Die beiden Brüder wohnen gemeinsam im Haus der Eltern. Dort wird aber selten über Fußball gesprochen. "Da spielen wir lieber gemeinsam auf der Playstation", sagt Patrick Mayer.
"Sind noch gefährlicher und unberechenbarer"
Sportlich hat sich Patrick Mayer ein klares Ziel gesetzt. "Ich will 15 Tore erzielen und der Austria dabei helfen, in den Profifußball zu kommen." An seiner Seite soll auch wieder Marko Vujic für zahlreiche Treffer sorgen. Der 27-jährige Angreifer der Violetten traf in der abgelaufenen Saison 22 Mal und holte sich die Torjägerkrone in der Westliga. "Mit Patrick sind wir nun noch gefährlicher und für die Gegner unberechenbarer", so Vujic.
Nicht nur in der Offensive haben sich die Violetten verstärkt. Neben Stefan Huber und Alexander Trappl, der seit dem Beginn in der 2. Klasse Nord A dabei ist, wird nun Martin Eisl um die Position im Tor kämpfen. Der 28-Jährige spielte in der Jugend für die Austria, danach bei den Red Bull Salzburg Amateuren und in der Bundesliga für Kapfenberg und Grödig. "Ich nehme mir eine kleine Pause vom Profifußball", so Eisl, der in den kommenden drei Jahren bei der Austria spielen wird. Mittelfristig will auch er mit den Violetten in den bezahlten Fußball. Austrias Trainer Didi Emich spricht von einem weiteren Schritt in die Richtung, wo man hinwolle. "Patrick und Martin sind zwei absolute Wunschspieler von mir. Ich bin mir sicher, dass sie uns weiterhelfen werden", so Emich.
Die Vorbereitung für das Unternehmen "Aufstieg" laufen seit diesem Montag auf Hochtouren. Das Highlight wird die Begegnung mit dem türkischen Topverein Besiktas Istanbul am 12. Juli (18 Uhr) in Leogang sein. Beim Fünftplatzierten der abgelaufenen Saison stehen seit Kurzem die ehemaligen Rapid-Spieler Veli Kavlak und Tanju Kayhan unter Vertrag.
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