Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Schon vor dem West-Derby zwischen den Wacker Amateuren und Austria Salzburg kam es gestern vorm Tivoli-Stadion zu einem Scharmützel der verfeindeten Fan-Gruppen. In der zweiten Halbzeit drohte Schiri Bode dann mit Abbruch, weil immer wieder Gegenstände aufs Feld flogen. Am Ende siegten die Tiroler 3:1.
2000 Fans kamen ins Tivoli-Stadion, davon 700 aus Salzburg. Der "harte Kern" hatte sich vorm Hochsicherheitsspiel auf einer Wiese zu einem Scharmützel verabredet. MassiverPolizeieinsatz verhinderte Schlimmeres.
In der Arena selbst jubelte die Austria vorerst über die schnelle Führung von Vujic. Aber die Wacker-Fohlen, verstärkt mit acht Kaderspielern vom Bundesliga-Leader, wurden immer stärker. Auch die "Gehässigkeiten" nahmen zu: Nach Wackers 2:1 kurz nach der Pause lief Torschütze Ildiz demonstrativ zum Austria-Sektor, bekam einiges "mit". Dann musste der verletzte Austrianer Urbanek vorm Wacker-Sektor einen Bier- und Feuerzeugregen über sich ergehen lassen. Und vor dem Elfer zum 3:1 wurde Schütze Ildiz vom Austria-Sektor "befeuert". Schiri Bode ließ darauf via Stadionsprecher mitteilen: "Sollten weiter Gegenstände aufs Feld fliegen, wird das Spiel abgebrochen." Erst diese Drohung "zähmte" die Fans. Zumindest im Stadion. Nach der Partie musste die Polizei eine Auseinandersetzung "60 gegen 60" vorm Eisstadion schlichten.
Austrias sportlicher Leiter Stöger bekam von den Vorfällen vor und nach dem Spiel nichts mit, verurteilt diese aber aufs Schärfste. "Das hat mit dem Sportlichen nichts zu tun, das sind Fälle für die Polizei." Ein Fall für den Strafsenat sind jedoch die Würfe von Gegenständen aufs Spielfeld: Da droht beiden Klubs ein (finanzielles) Nachspiel.
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