Salzburger Stadtderby endet mit großer Überraschung. Im ersten Aufeinandertreffen zwischen Austria Salzburg und SAK 1914 nach 22 Jahren behielten die Gäste aus dem Nonntal mit 2:0 die Oberhand über den souveränen Tabellenführer der 1. Landesliga.
Für die Violetten war das 0:2 gegen den Stadtrivalen die allererste Heimniederlage in einem Meisterschaftsspiel seit der Neugründung des Vereins vor drei Jahren. Die beiden entscheidenden Treffer durch Ilir Kastrati (5. Minute) und Walter Larionows (Elfer 28. Minute) fielen bereits in der ersten Halbzeit.
Austria- Angreifer glücklos
Die insgesamt 1.600 Zuschauer im ausverkauften Stadion in Maxglan bekamen über weite Strecken eine mäßige Landesligapartie zu sehen. Die Austria war spielerisch zwar deutlich überlegen, machte jedoch schon im Spielaufbau zu viele Fehler und kam so lange zu keiner echten Torchance. Erst kurz vor dem Pausenpfiff brannte es zweimal im SAK- Strafraum. Zuerst scheiterte Goalgetter Bernd Winkler per Elfmeter am starken SAK- Tormann und nur wenige Minuten später fand er mit einem spektakulären Fallrückzieher in Marko Vincetic erneut seinen Meister.
Umstrittener Elfer für SAK
Besser machten es die Blau- Gelben, denn mit der ersten Chance des Spiels machten sie gleich das 1:0. Nach einer Flanke von der rechten Seite und einem Stellungsfehler in der violetten Hintermannschaft, schob Ilir Kastrati den Ball am Tormann vorbei ins Netz. Der SAK, der 90 Minuten lang fast ausschließlich mit langen Bällen in die Spitze operierte, hatte auch im weiteren Verlauf des Spiels die besseren Chancen, doch aussichtsreiche Möglichkeiten auf das 2:0 wurden zunächst noch vergeben. Nach einem umstrittenen Pfiff von Schiedsrichter Bernd Hirschbichler, wurde den Nonntalern dann in der 28. Spielminute ein Elfmeter zugesprochen, den SAK-Urgestein Walter Larionows sicher verwandelte.
Blau- Gelb feiert
Auch in Spielhälfte zwei änderte sich am Spielcharakter wenig: die Austria spielte, aber die wenigen guten Chancen hatte weiterhin der SAK. Den ersten Schuss der Violetten aufs Tor bekamen die Fans erst in der 90. Spielminute zu sehen. Nach dem Schlusspfiff war die Freude beim Underdog riesengroß und ausnahmsweise ging in Maxglan einmal nicht violett- weißer, sondern blau- gelber Rauch auf.
Trainerstimmen zum Spiel:
Didi Emich (Austria Salzburg): „Für mich ist das im Großen und Ganzen kein Beinbruch, weil die Mannschaft was die Einstellung betrifft sehr gut gespielt hat. Sie hat sich nie hängen lassen und immer alles probiert. Leider hat heute das Spielglück ein wenig gefehlt. Wir haben einen Elfer verschossen und kurz danach einen spektakulären Fallrückzieher auch nicht im Tor untergebracht und so kommt dann dieses Ergebnis zu Stande. […] Der SAK hat nichts fürs Spiel gemacht, sondern war nur aufs Zerstören aus. Aber, die wenigen Chancen, die sie hatten, haben sie heute eiskalt genutzt. […] Wir spielen einen kreativen Fußball, der immer nach vorne orientiert ist und da kann es einmal passieren, dass man ausgekontert wird. Ich habe schon damit gerechnet, dass früher oder später solche Spiele kommen werden, aber über kurz oder lang wird sich unser Fußball durchsetzen.“
Rene Pessler (SAK 1914): „Ich bin überglücklich. Die Mannschaft hat gekämpft und gebissen wie ein Löwe und ich bin einfach nur stolz. Spielerisch waren wir natürlich unterlegen, aber das haben wir vorher schon gewusst. Wir haben taktisch sehr diszipliniert gespielt und von der Chancen her war der Sieg meiner Meinung nach auch verdient.“
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