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Austria Salzburg in der Presse
Stadt Nachrichten, 23.09.2011

"Es gab Anzeichen"

Trennung. Austria-Obmann Walter Windischbauer spricht über den Abgang von Coach Didi Emich und warum man den Titel noch nicht abgehakt hat.

ST: Herr Windischbauer, wie überraschend kam für Sie der Abgang von Trainer Didi Emich?
 
Windischbauer: Es gab in letzte Zeit immer wieder Anzeichen seinerseits, dass er Beruf, Familie und die Tätigkeit als Austria-Trainer nur noch schwer miteinander vereinbaren kann. Nach den beiden Niederlagen gegen Bregenz und Altach gab es natürlich zusätzliche Debatten. Aber schlussendlich hat mich sein Rücktritt am Montag doch überrascht.
 
ST: Emich sprach bei seinem Abgang davon, dass manche Fans dem Verein mehr schaden als nutzen. Wie sehen Sie diese Kritik als Obmann des Vereins?
 
Windischbauer: Es gibt so wie bei allen anderen Vereinen mit Tradition einen kleinen Teil von Leuten, die sich leider nicht so verhalten, wie sie es sollten. Das sind vielleicht ein bis zwei Prozent. Wir haben klar festgelegt, dass es keine Toleranz für jegliche Feindseligkeiten gegenüber wem auch immer geben darf. Ich sehe jetzt aber keinen akuten Handlungsbedarf. Für mich geht die Tendenz eher dahin, dass die Situation mit den Fans wieder besser wird.
 
ST: Welche Voraussetzungen muss der neue Trainer mitbringen oder anders gefragt: Wer soll sich diesen stressigen Job antun?
 
Windischbauer: Das werden wir erst kommende Woche in einer Präsidiumssitzung besprechen. Wir haben aber keine Panik und werden uns auch kein Zeitfenster bei der Trainersuche setzen. Wir vertrauen ohnehin unserem derzeitigem Trainer-Gespann Gerhard Stöger und Heli Rottensteiner. Wir müssen im Vorhinein abklären, dass es wegen des Trainerjobs zu keinem Problemen in Beruf und im Privaten kommt. Die Austria ist eine gute Adresse, es wird bestimmt sehr viele Kandidaten geben.
 
ST: Sportlich läuft es nicht nach Wunsch. Der Rückstand auf Leader Wattens beträgt acht Punkte. Ist der Meistertitel noch realistisch?
 
Windischbauer: Im Fußball kann sich vieles schnell ändern. Wir haben sowohl gegen Wattens als auch gegen Anif jeweils noch zwei Spiele. Das kommende Match gegen den FC Pinzgau wird zeigen, wohin es geht. So wie gegen Bregenz und Altach dürfen wir nicht mehr auftreten. Ich muss betonen, dass der Meistertitel kein Muss ist. Unser Saisonziel ist nach wie vor ein Platz zwischen eins und vier und damit eine Verbesserung zur vorigen Saison.
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