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Austria Salzburg in der Presse
Salzburger Nachrichten, 14.11.2010

Fan-Marsch: Die Aufwärmrunde vor dem Austria-Spiel

700 Fans des SV Austria Salzburg marschierten am Samstag zur Unterstützung ihres Vereins vom ehemaligen Heimstadion der Violetten in Lehen in Richtung EM-Stadion in Wals-Siezenheim. Der Fan–Marsch verlief friedlich, aber lautstark.

Violette Schals, T-Shirts, Banner und eingängige Schlachtgesänge: Es war ein symbolträchtiger Akt, mit dem der Fanmarsch am Samstag begann. Rund 700 Anhänger des SV Austria Salzburg stellten sich kurz nach elf Uhr auf dem Rasen des ehemaligen Stadions in Lehen auf. Dort feierte der traditionsreiche Fußballverein seine größten Siege. Anlass für die violette Demonstration war das Spiel gegen die Red Bull Juniors, das um 14 Uhr im EM-Stadion in Wals-Siezenheim startete. „Das gehört bei Fußballvereinen dazu, dass man sich vor dem Spiel trifft“, sagte ein Austria-Fan.

Lautstark machten die Anhänger dann auf sich aufmerksam. „Eins kann uns keiner nehmen“, schrie der Vorsänger in sein Megafon. Die Fans vollendeten den Satz: „Und das ist die Austria aus Lehen!“ Anrainer verfolgten die Darbietung von ihren Fenstern und Balkonen aus und fühlten sich wohl an alte Zeiten erinnert. Dann setzte sich der Marsch in Bewegung. Durch die Regensburger Straße ging es weiter Richtung Liefering. Unmut erregte dabei eine Red-Bull-Flagge auf einem Balkon.

Marschieren macht durstig

So ein langer Marsch macht natürlich durstig. Wobei der liebste Durstlöscher an diesem Tag eindeutig Bier war. Viele leere Flaschen und Dosen auf Straßen, Gehwegen oder Fensterbänken zeugten davon. Und weil sich eindeutig zu wenig öffentliche Toiletten auf dem vorgegebenen Weg befanden, erleichterten sich viele in der freien Natur.
Begleitet wurde der Marsch von Einsatzkräften der Polizei. Wie die SN berichteten, gab es im Vorfeld keine Hinweise auf Ausschreitungen. Und die Fans hielten sich daran. Einsatzkommandant Reinhard Sperl sagte den SN nach dem Marsch: „Ich wurde über Funk immer von den Kollegen informiert. Es gab keine Vorkommnisse, bei denen die Polizei hätte einschreiten müssen.“

Die Austria im Herzen

Unter den Fans war auch Nadine Radi. Sie fiel durch ihre violetten Haarsträhnen auf. „Ich bin schon lange Fan, das hat man im Herzen“, erzählt sie. Dass die Austria am Samstag im ehemaligen Heimstadion als Auswärtsgegner antreten musste, lässt sie nicht kalt: „Da kommen schon viele Emotionen hoch und die Erinnerungen an damals, als der Fußball verkauft wurde.“

Einen kurzen Stopp gibt es unter der Eisenbahnunterführung nahe des Europarks. Weitere Schlachtrufe hallen durch Taxham: „Hurra! Hurra! Die Austria ist da!“ Endlich beim Stadion angekommen, müssen die Fans noch eine genaue Leibesvisitation über sich ergehen lassen, bevor sie endlich die Fanzone betreten dürfen. Und wer drin ist, der singt weiter. Für ihren Verein geben diese Fans alles.
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