SALZBURG (SN-unv). Das ist einmalig in der Geschichte des Salzburger Unterhaus-Fußballs: Nach dem Brand der altehrwürdigen Holztribüne auf dem Union-Gelände in Nonntal legten die Fans der neu gegründeten Salzburger Austria selbst Hand an und errichteten am vergangenen Wochenende eine neue, vierstufige Behelfstribüne. „Insgesamt 100 Fans haben an diesem Projekt mitgearbeitet. Baumeister Christian Neff aus unserem Vorstand hatte die Aufsicht, die Austria-Gemeinde hat zugepackt“, erzählte der Vorstandsvorsitzende Moritz Grobovschek stolz.
Die Tribüne auf dem Union-Platz hatten Anfang Dezember zwei pubertierende Kinder bei einer „Zündelei“ in Brand gesteckt. Die verkohlten Überreste wurden daraufhin abgetragen. Nachdem die Austria auf ihrer „Herbergsuche“ in der Winterpause (etwa beim ASK in Maxglan oder ASV in Itzling) nicht fündig geworden ist, entschieden sich die violetten Anhänger kurzerhand, sich selbst zu helfen. „Das Holz hatten wir gelagert, da wir damals auf dem PSV-Platz eine mobile Zuschauertribüne errichten wollten. Aus dem wurde bekanntlich nichts. Die Tribüne auf dem Union-Gelände ist 40 Meter lang, rund 500 Personen dürften darauf Platz finden“, sagte Grobovschek.
Eingeweiht wird das neue Schmuckstück schon am Samstag (15) beim Heimspiel gegen Trimmelkam. Dass die Austria in der 2. Klasse Nord A die Meisterschaftsfavoriten sind, daran zweifelt niemand. Die Stadt-Salzburger liegen vor dem Start in die Frühjahrsrunde drei Punkte vor Michaelbeuern und haben sich gezielt verstärkt.
Die violette Wiederauferstehung, der sportliche Erfolgslauf und die einmalige Fan-Unterstützung bleibt auch international nicht unbemerkt. Neben dem ORF haben sich bei den nächsten Heimspielen der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und die Süddeutsche Zeitung angesagt.
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