Eigentlich herrscht am Karfreitag Fußballverbot - für das brisante Westliga-Derby Anif gegen Austria Salzburg wurde aber eine Ausnahme gemacht. Und die Violetten gestalteten für sich den Fast- zum Feiertag, jubelten vor toller Kulisse über ein 2:0. Anif verpasste dagegen die Chance, mit Konkurrent Wattens gleichzuziehen.
Der Ansturm von 2500 Zuschauern sorgte dafür, dass das Match mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen wurde. Viel versäumt hätten die Fußballfans in der Startphase aber nicht: Beide Mannschaften gingen es langsam an, konzentrierten sich auf ihr Stellungsspiel.
Erst als sich Stefan Federer (39.) von der linken Seite ein Herz nahm und draufzog, kam Spannung auf. Anif-Goalie Ebner fischte den Ball aus der Ecke, wenig später parierte er einen Freistoß von Nico Mayer (41.).
Bruder Patrick kam zur Pause als zweiter Anif-Stürmer, brachte frischen Wind in das Mayer-Duell: B ei seinem Schuss rettete die Außenstange die Austria vor dem Rückstand (65.).
Nachdem wenig später auch Katnik nur Aluminium (72.) traf, bewahrheitete sich die alte Fußballer-Weisheit: Tore, die du nicht machst, kriegst du!
Mit seiner ersten gefährlichen Aktion ließ Austria-Goalgetter Marko Vujic die Gäste jubeln (73.). Danach servierten die Joker Pavlovic und Winkler ihrem Kollegen Urbanek das 2:0.
"Natürlich war Glück dabei, aber der Wille hat sich durchgesetzt", strahlte Austria-Trainer Didi Emich. Der Sieg in Anif schmeckte den Violetten doppelt gut, immerhin stellte man dem Kooperationspartner von Erzfeind Red Bull mit der Niederlage ein Bein im Titelkampf. "Es wird schwer sein, die Mannschaft aufzurichten", weiß Anif-Trainer Hofer. Zeit zum Verdauen bleibt aber nicht, bereits am Montag steigt daheim der Nachtrag gegen Dornbirn.
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