Die Salzburger Austria hat beim UFC eine neue Heimat gefunden. Doch ob die Violetten auch im Frühjahr dort spielen können, ist völlig offen.
HERBERT STRUBERSalzburg (SN). "Wir wollen zumindest bis zum Ende der Frühjahrssaison beim UFC bleiben. Aber niemand weiß wirklich, wie es weitergeht." Das sagt Wolfgang Monger, Geschäftsführer der neuen Salzburger Austria. Die Violetten wagten nach der Abspaltung von Red Bull im Sommer in der 2. Klasse Nord A einen Neustart im Salzburger Fußball-Unterhaus und locken seither als "Untermieter" beim UFC regelmäßig etwa 1000 Zuschauer aus ganz Österreich ins Nonntal. Sogar Fans aus Leeds und Manchester waren am Samstag beim 3:0 gegen den Lieferinger SV eingeflogen. Angesichts der wohl einmaligen Fanunterstützung ist es nicht verwunderlich, dass die Austria trotz einer völlig neu zusammengesetzten Mannschaft vor dem letzten Spiel im Jahr 2006 am Samstag in Leopoldskron schon als Winterkönig feststeht.
Doch die Austria hat in den nächsten Jahren noch wesentlich mehr vor. Dabei ist sogar die unmittelbare Zukunft unsicher. Denn ob das Team von Trainer Gustl Kofler im Frühjahr noch in Nonntal spielen kann, ist völlig offen. Das hängt davon ab, ob im März tatsächlich mit dem Bau des Sportzentrums Mitte begonnen wird. Dann wäre für die Violetten kein Platz mehr. Denn der UFC und Nachbar SAK würden sich einen Platz teilen. Und die Austria müsste nach der Kooperation mit dem PSV in der 1. Landesliga in der vergangenen Saison und der Kurzzeit-Ehe mit dem SAK zum Saisonfinale erneut auf Wanderschaft gehen.
Ideallösung wäre eine eigene Heimstätte "Die Ideallösung für uns wäre, wenn wir auf einer eigenen Anlage spielen können", sagt Austria-Geschäftsführer Monger. Er hat auch bereits seine Fühler ausgestreckt. Denn selbst wenn die Lösung mit dem UFC im Frühjahr noch bestehen bleibt, wäre wohl spätestens im Herbst 2007 eine Umsiedlung notwendig. Nach wie vor ein Thema als Heimstätte ist der Post-Platz in Schallmoos, auf dem die Austrianer zum Teil auch trainieren. "Fix ist jedenfalls, dass wir in der Stadt bleiben wollen", betont Monger.
Die Austria als dritten Klub neben dem SAK und dem UFC in Nonntal anzusiedeln, kommt für Landesligist SAK übrigens nicht in Frage. "Diese Lösung wurde von Union-Seite angedacht. Aber wir sind strikt dagegen. Denn wir haben den wesentlich größeren Grundanteil wie der UFC und treten keine Gründe an die Austria ab. Drei Vereine auf so einer kleinen Fläche sind außerdem nicht überlebensfähig", betont SAK-Obmann Josef Penco.
© SN/APA.
Violette Chronik![]() |
| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










