Das Westliga-Derby zwischen den Red Bull Juniors und der Austria bot gestern alles, was das Fußball-Herz begehrt: Vier Tore, einen Ausschluss und dank der 5.500 Zuschauer eine Bomben-Stimmung. Und die 3000 violetten Fans pushten die Austria zu einem Happy End: Den numerisch geschwächten Violetten gelang nach einem Blackout der Jungbullen kurz vor Schluss das 2:2.
Beim ersten Aufeinanderprallen der zwei "Fußball-Welten" gab es für die Austria in Maxglan einen 2:1-Erfolg. Und gestern feierten die Violetten das 2:2 in der Bullen-Arena fast so wie einen Sieg, holten sie doch gleich zwei Mal zu zehnt einen Rückstand auf.
Die Jungbullen gingen vor den Augen von Red-Bull-Fußballchef Beiersdorfer durch ein Aschauer-Traumtor in Front: Der 18-Jährige versenkte den Ball aus spitzem Winkel (24.). Die Austira-Fans jubelten nach 35 Minuten dann über den vermeintlichen Ausgleich von Vujic, doch Schiri Struz gab das Tor nicht. Der Ball war bei der Hereingabe im Out. Struz stand gleich wieder im Mittelpunkt: Austrias Mayer sah nach einer Tätlichkeit Rot (40.). Austria-Coach Emich und der sportliche Leiter Stöger hielten das für überzogen, taten dies verbal kund - und Struz verwies beide auf die Tribüne.
Co-Trainer Rottensteiner übernahm das Kommando - und durfte sich noch vor der Pause über den Ausgleich freuen. Denn Borozni tanzte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zwei Juniors aus, traf per sattem Weitschuss zum 1:1. Nach der Pause starteten die Jungbullen besser. Huber vereitelte zuerst eine Großchance von Teigl (54.). Doch dann traf Aschauer zum zweiten Mal mitten ins violette Herz: Prskalo gewann ein Kopfballduell am Sechzehner, die Vorlage verwertete er zum 2:1 (65.).
Uneinigkeit in der Abwehr
Aber die Juniors brachten sich selbst um den Erfolg: Nach einer Uneinigkeit zwischen Goalie Heimann und Hiden spritzte Wührer dazwischen, sein Pressball mit Heimann senkte sich zum 2:2-Remis ins Tor (84.) - ein heimlicher Sieg für Violett.
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