Beschluss. Austria Salzburg soll nun doch wie geplant am Samstag bei Wattens antreten. Das wurde in einem Westliga-Krisengipfel am Montag entschieden.
Die Landes verbandspräsidenten aus Salzburg und Tirol, die Behördenvertreter der Polizei, der Bezirkshauptmannschaft und der Gemeinde Wattens, ein Rechtsexperte des ÖFB sowie ein Vertreter des Bundesministeriums für Inneres haben sich festgelegt: Das für nächsten Samstag angesetzte Meisterschaftsspiel in der Fußball-Westliga zwischen Titelanwärter Wattens und Aufsteiger Austria Salzburg soll programmgemäß über die Bühne gehen.
Zu diesem doch einigermaßen überraschenden Ergebnis ist man am Montag in einem zweistündigen Sicherheitsgipfel in Innsbruck gekommen. Dabei hatte Wattens-Manager Robert Auer noch vor zwei Wochen gemeint, dass man einen Vorstandsbeschluss gefasst habe und definitiv nicht gegen die Austria antreten werde. Wegen Sicherheitsbedenken und aus Angst vor den gefürchteten violetten Fans nehme man lieber eine 0:3-Strafverifizierung und eine Geldstrafe in Kauf.
Aus heutiger Sicht alles Geschwätz von gestern.
Weiter aktuell sind jedoch die Problemfälle Union Innsbruck, Reichenau, Höchst und Hard. Auf den kleinen Plätzen wurde die Durchführung der Meisterschaftsspiele gegen die Austria aus Sicherheitsbedenken untersagt. „Da wird es eine Zuschauerkontingentierung von 200 Fans geben“, erklärte Sepp Geisler, der Präsident des Tiroler Fußballverbands, „aber nähere Details sollen kommende Woche in einer Sitzung der Regionalliga-Kommission geklärt werden“.
In der Westliga wird aber auch noch Fußball gespielt, ohne dass zuvor die Landesverbandspräsidenten tagen oder ÖFB-Statuten infrage gestellt werden müssen.
So empfängt Seekirchen heute, Dienstag, im Nachtrag der achten Runde den SC Bregenz. Nach den vielen Höhen und Tiefen in dieser Saison geht Seekirchens Trainer Markus Hoffmann mit gemischten Gefühlen in die Partie gegen die Vorarlberger. „Weil wir es bisher nicht geschafft haben, über 90 Minuten konzentriert zu bleiben. Sehr oft bringen uns Kleinigkeiten aus dem Tritt und die Spieler schmeißen dann die Nerven weg“, sagte Hoffmann, der mit Kritik an seinen Kickern nicht spart. „Viele wollen noch immer nicht einsehen, dass sie etwas falsch machen. Aber wenn eine Mannschaft bis jetzt sechs Eigentore geschossen hat (abgefälschte Schüsse inkludiert, Anm.), dann müssen sich auch die Spieler hinterfragen“, meinte Hoffmann. Hoffnung schöpft der Trainer daraus, dass er gegen Bregenz in Bestbesetzung antreten kann.
Die Red Bull Juniors empfangen den FC Kufstein. In bisher vier Heimspielen feierten die Jungbullen drei Siege und ein Unentschieden. Und gegen Kufstein soll diese Erfolgsserie prolongiert werden. „In den Heimspielen wollen wir immer voll punkten. Kufstein spielt auswärts nicht destruktiv, will selbst etwas tun. Das kommt unserem Spiel entgegen“, sagte Trainer Niko Kovac. Spieltermine heute, Dienstag: Höchst – Wattens (17 Uhr), Seekirchen – Bregenz (18.30 Uhr), Red Bull Juniors – Kufstein (19 Uhr), Dornbirn – Hard (19 Uhr)
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