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Austria Salzburg in der Presse
Pongauer Nachrichten, 31.05.2007

Gustl Koflers Leben für Violett

Die Salzburger Austria sorgte im ersten Jahr ihres Bestehens für Furore. Ihr Gasteiner Trainer Gustl Kofler verkörpert den neuen violetten Zeitgeist.
 
Mit seinen 48 Jahren kann Gustl Kofler bereits auf eine lange Karriere im Fußball zurückblicken. In seiner aktiven Zeit spielte er unter anderem für seinen Heimatverein Bad Gastein, den SAK und in der Saison 1987/88 für die Salzburg Austria. Vor 17 Jahren erfolgte der Umstieg in das Trainergeschäft. Nach den Stationen Bad Gastein, Hallein, Trimmelkam, Puch, Hof, Altheim und Freilassing zögerte er im Frühjahr 2006 keine Sekunde, die neue Austria zu führen. "Ende Mai vergangenen Jahres kontaktierte mich Obmann-Stellvertreter Thomas Karl, ob ich Trainer werden will. Ich habe sofort zugesagt, denn dies bedeutete für mich eine riesige Herausforderung. In der Zeit hat sich auch der SAK um mich bemüht, aber da waren die Rahmenbedingungen alles andere als ideal", blickt Kofler zurück. In rund zehn Tagen hatte man damals eine komplette Mannschaft auf die Beine gestellt. Jüngst wurde die Elf aus Nonntal Meister der 2. Klasse Nord.
Im Vergleich zu seiner aktiven Zeit bei der Austria vor zwei Jahrzehnten sieht Kofler gravierende Unterschiede: "Als ich noch gespielt habe, war diese Stimmung noch nicht in dem Ausmaß vorhanden. Fanklubs in organisierten Formen standen erst in der Entwicklung. Die Athmosphäre hier im Nonntal ist einzigartig."
Für die kommende Spielzeit wurde bereits der erste Transfer vollzogen. Mario Lenz, Spieler der 2. Landesliga in Niederösterreich, absolvierte auf Anraten des ehemaligen Austria Wien Trainers Frenkie Schinkels einige Probetrainings bei den Violetten und konnte überzeugen. Weitere Verstärkungen lässt Kofler nicht ausgeschlossen.
Abseits des Fußballplatzes arbeitet Kofler als Prokurist in den Geschützten Werkstätten Salzburg und verbringt seine Freizeit mit seiner Familie. Dabei ist Fußball tabu. "Ich konzentriere mich in dieser Zeit voll auf meine Familie. Ich schaue mir auch keine anderen Fußballspiele an und versuche einfach nur, meine Akkus aufzuladen, um wieder Kraft für den Alltag zu besitzen." Für die Zukunft plant Kofler noch länger Trainer dieses Vereins zu bleiben. Und wer weiß, vielleicht findet man die neue Austria in ein paar Jahren in der Bundesliga wieder.
 
© Pongauer Nachrichten
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