(dh) - Trauer in Puch und Mittersill, Jubel beim PSV/Schwarz-Weiß. Die Truppe von Spielertrainer Milan Pavlovic schaffte durch ein spätes Tor gegen Tabellenschlusslicht Schwarzach den Klassenerhalt in der 1. Landesliga. "Heilsbringer" für die Violetten war Gerald Berger, der dienstälteste Spieler im Verein, der nach Freistoß von Pavlovic und Kopfball-Verlägerung von Jelecevic am langen Eck zur Stelle war. Eigentlich ging er ja schon vor zwei Jahren in die Fußball-Pension, doch bereits im Herbst half er bei seinem Stammklub dreimal aus und traf zweimal (u.a. beim 2:2 in Schwarzach). Nun streifte der Steuerberater zum ersten Mal das Austria-Trikot über - und wurde endgültig zum PSV-Retter. Dabei hätte der vorgestrige Samstag eigentlich ein Familientag mit Frau und Kindern werden sollen...
Ansonsten bleibt erneut der Befund, dass sich die Stimmung auf den Rängen am SAK-Platz(u.a. waren diesesmal 24 violette Fans aus Dortmund dabei) nicht ganz auf den Rasen übertrug. Der PSV wurde zunächst nur aus Standardsituationen gefährlich, während die Gäste (unterstützt von der arg optimistisch agierenden Hintermannschaft der Städter) im Konter zumindest zu einige Halbchancen kamen. Nach Seitenwechsel untermauerte Berger, der erst für den verletzten Milic in Spiel kam, die optische Überlegenheit seiner Elf zunächst mit einem Lattenschuss (64.), ehe Schwarzachs Ribac alleine vor Milinkovic vergab. Doch Berger hatte sein Pulver noch nicht verschossen. Und für den von Plössing parierten Pavlovic-Elfer in der 90. Minute hatten die Anhänger nur noch ein Wort: "Sch...egal".
Des einen Freud', des anderen Leid. Während die Austria-Fans bis spät in die Nacht und darüber hinaus feierten, gab's bei den Puchern in Straßwalchen hängende Köpfe. Allerdings agierten die Tennengauer auch nicht wie ein Team, das um den Klassenerhalt kämpft.
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