Zittersieg. Bei der Heimpremiere der Austria erwies sich Henndorf als unerwartet zäher Gegner. Die Violetten setzten sich erst im Finish mit 4:2 durch.
In den vergangenen drei Jahren hat die Salzburger Austria in den Heimspielen nahezu jeden Gegner mit Haut und Haaren gefressen. Diese Zeiten scheinen in der 1. Fußball-Landesliga nun vorbei zu sein.
Am Samstag zeigte Henndorf eindrucksvoll, wie man dem Ligakrösus Paroli bieten kann: Mit hervorragendem Stellungsspiel, unermüdlicher Laufarbeit und viel Selbstvertrauen. So zitterten sich die Salzburger letztlich nur zu einem mühsamen 4:2-Heimerfolg. „Wir müssen uns eben daran gewöhnen, dass wir nicht mehr im Spaziergang von Sieg zu Sieg eilen“, resümierte Austria-Coach Didi Emich trocken.
Bereits nach drei Minuten tauchte Henndorf-Turbo Manuel Federspieler völlig allein vor Austria-Goalie Alex Trappl auf, scheiterte aber knapp. Wenig später machte der Edeltechniker dann alles richtig und bezwang den Austria-Schlussmann wunderschön per Heber zum 1:0. Salzburgs Neuerwerbung Toni Feldinger sorgte kurz darauf für den 1:1-Ausgleich. Die Ereignisse überschlugen sich: Nach schwerem Mißverständnis mit Goalie Patrick Eibenberger köpfelte Henndorfs Martin Bernroider zur 2:1-Führung für die Austria unglücklich ins eigene Tor. Die Gäste steckten aber nie auf. Ausgerechnet Milan Pavlovic, den die Austria in der Sommerübertrittszeit nicht haben wollte, glückte aus 25 Metern halbvolley das 2:2 – ein Traumtor. Zum Jubel der knapp 1600 Austria-Fans gelang aber Joker und Neuerwerbung Zarko Cavic im Finish die 3:2-Führung, ehe Bernd Winkler mit dem 4:2 (90.) alles klar machte.
Auch Leader Hallwang kam beim 1:0 über ASK/PSV „nur“ zu einem Arbeitssieg. Beim Gipfeltreffen in zwei Wochen wird sich dann die wahre Stärke der beiden Topteams zeigen.
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