Marco Vujic rettete den ersten Auswärtspunkt für die Austria zwei Minuten vor Schluss
Kufstein (SN-gö). Hätte sich Bernhard Kletzl in der 93. Minute im Duell mit Kufsteins Torhüter Thomas Entner durchgesetzt, hätte man von einer Wiederauferstehung der Salzburger Austria sprechen können. So aber blieb es beim 3:3, und auch Interimstrainer Gerhard Stöger wusste hinterher nicht zu sagen, ob er sich über den gewonnenen Punkt freuen oder dem verlorenen nachtrauern sollte. Bis zwölf Minuten vor Schluss hatte seine Mannschaft mit 2:1 geführt, zwei Minuten vor dem Ende lag sie dann 2:3 zurück. „Die Zuschauer haben in jedem Fall ein tolles Spiel gesehen, in dem sich beide Mannschaften nichts geschenkt haben“, sagte Stöger. „Es war alles drin.“
Dass Marko Vujic in den spannungsgeladenen Schlussminuten doch noch der Ausgleich zum 3:3 gelang, freute Stöger für den Torjäger besonders – er war zweifacher Torschütze und leistete beim schön herausgespielten Treffer durch Patrick Mayer die Vorarbeit. Der nicht mehr erwartete Ausgleich war für Gerhard Stöger aber auch ein zusätzliches Indiz dafür, dass die Moral bei seinen Spielern stimmt. Auf dem Weg zurück zu alter Stärke fehlt somit nur mehr das Glück.
„Die Leistung hat vor allem vor der Pause gepasst“, stellte der Coach fest. Kufstein, ebenfalls im Kreis der enttäuschenden Titelfavoriten, wäre als angeschlagener Gegner für den Abschuss reif gewesen. Andererseits war es der erste Punktgewinn auswärts, zudem reiste die Austria mit den letzten 15 fitten Spielern nach Tirol – also war es letztlich doch ein gewonnener Punkt.
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