Austria Zukunft ist nach der Schande von Innsbruck wieder in Gefahr. Serie von Anzeigen ist zu erwarten.
Die Verärgerung von Austria-Obmann Walter Windischauer war gestern so groß wie noch nie in seiner Amtszeit. Denn der Irrsinn am Tivoli, der am Sonntag beim 3:1 der Wacker Amateure gegen die Austria passierte, hat alle gute Arbeit der letzten fünf Monate zunichte gemacht.
Nach massiven Ausschreitungen vor, im und nach dem Spiel und einem vom Schiri angedrohten Spielabbruch ist Austrias Zukunft in Gefahr - selbst wenn die Wacker-"Fans" im gleichen Maß zu dem Fiasko beitrugen. Nun wackelt auch wieder das für 30. Oktober angesetzte Austria-Match auf dem kleinen Platz von Union Innsbruck. Ein Sicherheitsgipfel wurde gestern abgebrochen. Innsbruck will am liebsten keine Salzburg-Fans mehr in der Stadt.
Denn Sonntag mussten nach den Ausschreitungen einiger Unverbesserlicher drei Polizisten und zwei Salzburg-Fans ärztlich versorgt werden. Die Polizei wertet nun das Video-Material aus, fünf Radaubrüder (von beiden Gruppierungen) wurden schon namentlich ausgeforscht. Eine Flut von Anzeigen ist zu erwarten. Nur ob das hilft, ist fraglich.
Windischbauer ärgerte insbesondere auch, dass während einer Trauerminute Salzburg-Fans niveaulose Schlachtgesänge anstimmten, dass vorm Elfer für die Tiroler zum 3:1 ein Bierbecher- und und Feuerzeugregen von Austrianern niederging, der großteils den eigenen Goalie Huber erwischte.
Und dass nach dem Spiel 50 bis 60 Austrianer über die Sektoren-Absperrung kletterten und zum Wacker-Fanblock stürmten. Zu diesem Zeitpunkt war die Polizei schon vorm Stadion postiert. "Mir steigt generell die Grausbirne auf, wie Wacker mit dem Hochsicherheitsspiel umgegangen ist. Sie sind von 200 bis 300 eigenen Fans ausgegangen. Es waren aber 1000. Und die Ordnerkontrollen haben versagt."
Der Obamnn will aber nichts beschönigen: "Das Verhalten einer Fan-Gruppe war unerträglich." Bei der Vorstandssitzung gestern Abend wurde die harte Linie gegenüber Aktivisten aus den violetten Reihen mit Entzug der Mitgliedschaft und rigorosem Stadionverbot bekräftigt. Keine zehn sind dem Verein aber wirklich bekannt. "Offenbar wurden Chaoten von außen eingeschleust", setzt Windischbauer da auf polizeiliche Ermittlungsarbeit.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










